Volvo weist Bericht über Arbeitsplatzabbau zurück

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Bei Volvo sollen mehrere Tausend Arbeitsplätze wegfallen. Foto: Kay Nietfeld

Göteborg (dpa) - Volvo hat einen Pressebericht über die Streichung von 3000 Arbeitsplätzen bei dem schwedischen Lkw-Bauer zurückgewiesen. "Diese Zahl ist pure Medienspekulation", sagte die Sprecherin der Volvo Group der dpa.

Die Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" hatte die Maßnahme am Dienstagabend auf ihrer Internetseite als Teil des Ende Oktober angekündigten Sparprogramms bei dem Lastwagenbauer bezeichnet. Der Großteil der Jobs auf der Streichliste entfalle auf Schweden und betreffe neben anderen Sparten auch die Lkw-Produktion.

Volvo hatte Ende Oktober erste Erfolge bei seinem Sparkurs von 1,6 Milliarden Kronen vermeldet - und eine Ausweitung des Programms auf zehn Milliarden schwedische Kronen (1,1 Milliarden Euro) bis Ende 2015 angekündigt. Die Bereiche Baugeräte mit 14 000 Mitarbeitern und IT-Services (6000 Mitarbeiter) stehen danach auf dem Prüfstand. Verkauf und Marketing sollen künftig nicht in drei Regionen aufgeteilt, sondern am Hauptsitz in Göteborg gebündelt werden.

"Unsere neue Initiative wird unsere Mitarbeiter natürlich in der ein oder anderen Form betreffen", sagte die Volvo-Sprecherin in Göteborg. Wie das geschehen soll und wie viele Arbeitsplätze dadurch wegfallen, stehe aber noch nicht fest.

Schuld an der wirtschaftlich mauen Lage des Lkw-Bauers ist die geringe Nachfrage auf dem Heimatkontinent. Auch in Südamerika lähmt die schwache Konjunktur die Investitionen in neue Lastwagen. Ähnlich wie Weltmarktführer Daimler leidet auch Volvo unter Rückgängen bei den Bestellungen in diesen Regionen. Beide Konzerne können das derzeit durch gute Geschäfte in Nordamerika zumindest teilweise kompensieren. Volvo hatte im dritten Quartal dank günstiger Währungseffekte etwas mehr Gewinn gemacht.

In der Volvo Group arbeiten etwas mehr als 94 200 Menschen festangestellt, dazu kommen 14 400 Berater. Wie viele Mitarbeiter auf die Lkw-Sparte entfallen, konnte die Unternehmenssprecherin nicht sagen.

Kurzfassung des Artikels bei Dagens Industrie, Schwedisch

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