Lokführer lehnen gemeinsame Schlichtung ab

Frankfurt/Main - Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) lehnt den Vorschlag eines gemeinsamen Schlichtungsverfahrens im Tarifkonflikt ab.

“Wir verweigern uns nicht generell“, sagte eine Sprecherin am Freitag. “Aber das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.“ Da die GDL ausschließlich die Lokführer vertrete, “macht das relativ wenig Sinn“. Aus Kreisen der Deutschen Bahn und der großen Privatbahnen war zuvor bekanntgeworden, dass alle drei beteiligten Gewerkschaften Transnet, GDBA und GDL zu einem Termin Freitag nächster Woche eingeladen werden sollten. Dann sollte ein Fahrplan für die Schlichtung besprochen werden. Transnet und GDBA signalisierten, teilnehmen zu wollen.

In den eigenen Verhandlungen ist die GDL nach Angaben ihrer Sprecherin Gerda Seibert noch nicht bis zur Entgeltfrage vorgedrungen. “Wir sind noch nicht fertig.“ Von daher sei es auch für eine Schlichtung zu früh. Zu den Warnstreiks am vergangenen Dienstag hatten nur Transnet und GDBA aufgerufen. Unabhängig davon strebt die GDL einen Branchentarifvertrag für alle 20 000 Lokführer an.

dpa

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