Streit um Alters- und Übergangslösung

Lufthansa und Kabinengewerkschaft einigen sich auf Schlichter-Duo

Frankfurt - Die Lufthansa und die Kabinengewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben sich auf ein Schlichter-Team geeinigt, das den Konflikt um die Alters- und Übergangsversorgung lösen soll.

Die frühere Justizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) und der ehemalige Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Friedrich Merz (CDU), sollen das Verfahren leiten, sagte der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Er bestätigte damit ebenso wie ein Lufthansa-Sprecher eine Vorabmeldung des "Spiegel".

"Leider konnten wir uns nicht auf einen Einzelschlichter einigen", sagte Baublies. Die Vorstellungen der Konfliktparteien hätten zu weit auseinander gelegen. Däubler-Gmelin vertritt im Schlichtungsverfahren nun die UFO; Merz die Lufthansa.

Im Januar waren die Tarifverhandlungen zunächst gescheitert; Lufthansa und UFO einigten sich aber grundsätzlich auf ein Schlichtungsverfahren. Die Gewerkschaft, die das Kabinenpersonal mehrerer Fluggesellschaften vertritt, hatte damals mit "massiven Arbeitskämpfen" gedroht, sollte die Schlichtung scheitern. Knackpunkt in den Tarifverhandlungen ist - wie bei der Pilotenvereinigung Cockpit - die Alters- und Übergangsversorgung der Mitarbeiter.

Die Lufthansa befindet sich derzeit in mehreren Tarifauseinandersetzungen. Am prominentesten ist dabei der Konflikt mit Cockpit. Die durch Cockpit vertretenen Lufthansa-Piloten streikten in den letzten Monaten mehrfach. Erst vergangene Woche traten die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings für zwei Tage im Ausstand. Mehr als 300 Flüge mussten gestrichen werden.

afp

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