Nach knapp 4500 Flugausfällen

Lufthansa rechnet mit baldiger Schlichtung im Tarifstreit

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Der Arbeitskampf bei Lufthansa könnte vor dem Ende stehen.

München - Die Lufthansa rechnet mit einer baldigen Schlichtung im Tarifstreit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Sie kommt den Piloten entgegen.

Die Fragen der Gewerkschaft zum jüngsten Angebot des Konzerns seien beantwortet worden, teilte die Fluggesellschaft am Freitag mit. Lufthansa gehe "davon aus, nun gemeinsam mit dem Tarifpartner den Schlichtungsprozess aufzunehmen". Dies sei "der richtige Weg, um den Konflikt zu lösen".

Cockpit hatte zuvor moniert, das Schreiben der Lufthansa zu dem Tarifangebot sei "sehr unscharf formuliert". Dem Konzern seien Fragen übermittelt worden, die geklärt werden müssten, bevor die Gewerkschaft reagiere.

4500 Flüge fielen aus

Lufthansa bietet den Piloten eine Lohnerhöhung in zwei Stufen um insgesamt 4,4 Prozent und eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern an. Der Vergütungstarifvertrag soll bis Ende Juni 2018 laufen. Der Konzern betont, dass das Angebot "nicht an weitere Bedingungen" etwa in Zusammenhang mit anderen offenen Tariffragen gekoppelt sei.

Die Vereinigung Cockpit hatte nach gescheiterten Verhandlungen über die Vergütung der Piloten der Lufthansa, der Frachttochter Lufthansa Cargo und der Billigtochter Germanwings in der vergangenen Woche wieder zu Streiks im Kerngeschäft der Airline aufgerufen. An sechs Streiktagen bis einschließlich Mittwoch dieser Woche fielen knapp 4500 Flüge aus; mehr als eine halbe Million Passagiere mussten umplanen.

Gegen den Streik hatte sich bereits innerbetrieblicher Protest formiert.

afp

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