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Corona ungebremst: Virologe warnt vor überfüllten deutschen Krankenhäusern - „Das Personal fehlt“

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Kriselnde Kranichlinie

Schock für Mitarbeiter: Lufthansa streicht mehr Stellen als bisher geplant - Hiobsbotschaft für A380

Wer dachte, die Turbulenzen bei der Lufthansa werden nach der staatlichen Finanzhilfe weniger, sieht sich getäuscht: Der Konzern wartet mit einer neuen schlechten Nachricht auf.

  • Neue Schreckensmeldung der Lufthansa: Die Einsparungen der Airline fallen drastischer aus, als bislang geplant.
  • Der bisher errechnete Personalüberhang wird nach oben korrigiert - Der Stellenabbau fällt wesentlich größer aus.
  • Auch die Flugzeugflotte wird wesentlich mehr schrumpfen. Der Airbus A380 wird komplett gestrichen.

Frankfurt - Schockmeldung für die Beschäftigten von Deutschlands größter Fluglinie: Die von der Corona-Krise schwer getroffene Lufthansa muss noch mehr Stellen streichen als bislang geplant. Wie die Kranichlinie nach einer Vorstandssitzung am Montag (21. September) mitgeteilt hat, erhöht sich der bisher errechnete Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen.

Vorstandschef Carsten Spohr teilte mit, dass konzernweit „vielleicht jeder vierte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen" muss.

Lufthansa: Massiver Stellenabbau - Auch Führungspositionen fallen Rotstift zum Opfer

Eine exaktere Angabe der gefährdeten Arbeitsplätze konnte der Lufthansa-Konzern zunächst jedoch nicht nennen. Außerdem wird die Lufthansa noch mehr Flugzeuge ihrer Flotte abstoßen, als bisher bekannt. So müsse das Unternehmen mindestens 150 Flieger abstoßen, was noch einmal 50 mehr bedeutet. Insgesamt befinden sich in der Flugzeugflotte des angeschlagenen Traditionsunternehmens derzeit 760 Flugzeuge. Als Resultat der Verkleinerung des Bestandes werden künftig nochmal weniger Piloten und Flugbegleiter benötigt.

Wie die Lufthansa in Frankfurt im Rahmen der neuen Personalsituation bekanntgegeben hat, wird „die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben an die weitere Marktentwicklung angepasst.“ Die Sparmaßnahmen werden nicht nur die für den Flugverkehr benötigte Belegschaft treffen. Stattdessen soll mit 20 Prozent auch jede fünfte Führungsposition wegfallen.

Airbus A380 in Diensten der Lufthansa: Diesen Anblick wird es künftig aller Voraussicht nach nicht mehr geben.

Lufthansa desaströs wegen Corona - Großraumflugzeuge von Airbus fliegen aus der Flotte

Ein Opfer der aktuellen Entwicklung, die aufgrund der Corona-Krise* eingesetzt hat, wird auch das europäische Vorzeige-Projekt: Die Lufthansa plant, alle Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A380 ausmustern. Bislang befinden sich noch acht Modelle dieses Typs in der eigenen Flotte. Darüber hinaus werden auch zehn Flugzeuge vom Typ A340-600 stillgelegt, wie AFP ausführt.

Die vergangenen Wochen haben laut Vorstand enorm zu der neuen Entwicklung beigetragen. So hätten sich die Aussichten für den transkontinentalen Luftverkehr merklich getrübt. So seien zuletzt angesichts dem Ende der Sommerreisezeit die Erlöse nochmal zurückgegangen. Hier dürften besonders Ausfälle bezüglich Reisen in Corona-Risikogebiete eine große Rolle spielen.

Derzeit verliere Deutschlands größte Fluglinie pro Monat etwa 500 Millionen Euro, was die nun beschlossenen Maßnahmen nötig mache, erklärt die Lufthansa. Von Arbeitnehmervertretungen wie Verdi wird der Konzern kritisiert: „Allen ist klar, dass es ohne Einschnitte nicht weitergeht. Doch es ist auch klar, dass weiterhin zukunftsweisende Konzepte fehlen“, wirft Mira Neumaier, Fachgruppenleiterin Luftverkehr bei Verdi, dem Konzern vor.

Die Lufthansa hatte wegen der Corona-Krise milliardenschwere staatliche Hilfen* bekommen, trotzdem erfolgte die Rückerstattung an Kunden nur zögerlich. Darauf wurde sie von der Bundesregierung kritisiert.

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Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

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