Lufthansa-Tochter LSG 

Verdi ruft zum Streik auf - Warum die Aktion kurz darauf wieder abgesagt wird...

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Verdi kündigt Streik bei Lufthansa-Catering-Sparte LSG an

Verdi hat in der Lufthansa-Tochter LSG zum Streik aufgerufen. Lufthansa will die Sparte zu verkaufen - es könnten drastische Gehaltskürzungen auf die Mitarbeiter zukommen. Mehrere Tausend Mitarbeiter in Deutschland betroffen. 

  • Erst im November hatte die Spartengewerkschaft Ufo die deutsche Fluggesellschaft weitgehend lahmgelegt. 
  • Noch versucht sich der Konzern mit der Gewerkschaft Ufo zu einigen, da steht bereits die nächste Krise ins Haus. 
  • Die Gewerkschaft Verdir ruft am Samstagabend, 30. November, zum Streik auf. Und sagt die Aktion kurz darauf wieder ab. Das ist der Grund.

Update 13.30 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi wird die Lufthansa-Cateringtochter LSG doch nicht am Montag bestreiken. Das teilte Verdi am Sonntag in Berlin mit. Als Folge des am Samstagabend angekündigten 24-stündigen Streiks habe der Vorstand der

Fluggesellschaft „kurzfristig ein verbessertes Angebot vorgelegt“

, und der Streik sei abgesagt.

Lufthansa hatte ihre Kunden nach dem Streikaufruf bereits darauf eingestimmt, dass am Montag und teilweise auch am Dienstag auf innerdeutschen und innereuropäischen Flügen „keine Mahlzeiten und Getränke“ sowie auf Langstreckenflügen nur ein reduziertes Catering bereitgestellt werden könnten.

Aktuell bringt ein General-Streik Frankreich zum erliegen - es kam zu Ausschreitungen in Paris.

Lufthansa-Streik-Serie geht weiter - Für Montag hat Verdi dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen

Ursprungsmeldung vom 1. Dezember 2019: Frankfurt/Berlin - Nachdem im November bereits der Streik der Spartengewerkschaft UFO tagelang den Flugkverkehr der deutschen Linie Lufthansa lahmgelegt hatte, droht nun eine weitere Streikwelle den Konzern - und seine Kunden zu treffen. 

Diesmal hat die Gewerkschaft Verdi dazu aufgerufen. Am Montag soll die Lufthansa-Catering-Tochter LSG mit einem 24-stündigen Streik lahmgelegt werden. Das kündigte Verdi am Samstag in Berlin an. Hintergrund ist der am Dienstag angekündigte Verkauf des europäischen LSG-Teils an die Schweizer Gategroup. Verdi kritisiert, dass die Lufthansa bisher „nur in unzureichendem Maße Angebote zur Einkommenssicherung bei Gehaltskürzungen durch den neuen Eigentümer vereinbaren wollte“.

Lufthansa will Catering-Tochter LSG verkaufen - „Gehaltskürzungen durch den neuen Eigentümer“?

Für den 4. Dezember ist laut Verdi ein neuer Verhandlungstermin angesetzt. Von Lufthansa lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Die LSG Sky Chefs beschäftigen weltweit rund 35.000 Mitarbeiter, davon etwa 7000 in Deutschland. In Europa sind einschließlich der deutschen Kräfte rund 9500 Menschen für die LSG tätig. Bereits in den vergangenen Monaten hatte es bei der LSG immer wieder Engpässe gegeben. Weil Personal fehlte, musste das Unternehmen die Verpflegung auf Kurzstreckenflügen einschränken. 

Zum Streik aufgerufen sind laut Verdi-Mitteilung LSG-Beschäftigte „an allen Standorten“, dies sind im einzelnen die Flughäfen Frankfurt/Main, München, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Berlin. Der Streik soll an diesem Montag, 2. Dezember, um 00.00 Uhr beginnen. Nach Verdi-Einschätzung wird es vor allem in Frankfurt und München zu Ausfällen und Verspätungen insbesondere bei Langstreckenflügen kommen.

Ufo und Lufthansa: Schlichtung des Tarifkonflikts gescheitert

Die Lufthansa und Ufo ringen derweil weiter um eine möglichst umfassende Schlichtung des Tarifkonflikts bei den Flugbegleitern. Am Donnerstag, 28. November, wurde klar, dass die Verhandlungen zu keinem Ergebnis geführt haben.Ufo lehnte ein Angebot des Unternehmens mit der Begründung ab, es biete keine ausreichende Rechtssicherheit und verschweige relevante Fallstricke. Lufthansa habe die Verhandlungen zu einer Schlichtungsvereinbarung nicht ernsthaft geführt, erklärte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies. Die Gewerkschaft kündigte aber vorerst keine neuen Streiks an.

Vor den erneuten Verhandlungen waren im Zuge der Ufo-Streiks im November mehrere Hundert Flüge ausgefallen - knapp 200.000 Passagiere sollen von dern Streiks betroffen gewesen sein. Wie sich die Streiks entwickelt haben, sehen Sie in diesem Video vom November: 

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