Lufthansa: Zeichen stehen auf Streik

Frankfurt - Die Zeichen stehen auf Arbeitskampf: Die Pilotenvereinigung Cockpit ging bislang nicht auf die Forderung der Lufthansa ein, ihre Streikdrohung vor dem Beginn von Schlichtungsgesprächen zurückzunehmen.

“Bedauerlicherweise gilt die Drohung weiter“, sagte Konzernsprecher Klaus Walther der Nachrichtenagentur DAPD am Montag. So entstünden der Lufthansa schon vor Streikbeginn enorme wirtschaftliche Schäden. Der Piloten-Streik soll nach den bisherigen Plänen von Cockpit am Dienstag, 13. April, 00.00 Uhr, an allen deutschen Lufthansa-Stationen beginnen und bis Freitag, 16. April, 23.59 Uhr, dauern. Aufgrund von Stornierungen und Umbuchungen habe die Lufthansa schon jetzt Einbußen “in einem größeren zweistelligen Millionenbereich“.

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

Da fliegt man gerne Richtung München zum Oktoberfest. Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa stimmen auf die Maß Bier und Brezen ein.   © Lufthansa
Schaun mer mal und auf geht's zur Wiesn: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa im feschen Dirndl. © Lufthansa
Immer ein Lächeln auf den Lippen, die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © Lufthansa
Revolutionär un d sexy: 1971 präsentiert die Fluggesellschaft TWA die neue Kollektion für Stewardessen. © ap
Immer fröhlich: Stewardessen der Air Asia. Die Damen begleiten die Flüge von Malaysia, Thailand und Indonesien. © ap
In dem neuen Dress unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © 
Die Zeiten ändern sich auch bei den Fluggesellschaften. Hier eine äußerst züchtig gekleidete Stewardess aus dem Jahr 1956. Sie arbeitet für die amerikanische Fluglinie Capital Airlines. © ap
Die beiden Damen gehören zu Singapore Airlines. Die Kleidung der asiatischen Stewardessen ist sehr farbenfroh und freundlich. © ap
Dezent und zurückhaltend ist hingegen die Kleidung der arabischen Airlines. Hier die Damen der Emirates Airline. © ap
Frau trägt Hose: In der heutigen Zeit haben die Flugbegleiterinnen die Wahl. Hose oder Rock, beides ist erlaubt. Schließlich gibt es heutzutage auch weibliche Flugkapitäne. Hier die Crew von British Airways. © ap
Die neue Kollektion von LTU wird vorgestellt. Jede Fluggesellschaft identifiziert sich auch über ihre Flugbegleiterinnen. Da ist die Kleidung ei n Markenzeichen. © ap
Für die Kleidung vom Personal gibt es inzwischen eigene Modenschauen. Nirgendwo ist es so abwechslungsreich wie bei der Air France. Der Modedesigner Christian Lacroix höchstpersönlich entwirft die Mode für die französische Fluggesellschaft. © ap
Auch dieses Kostüm für Air France wurde von Christian Lacroix entworfen. © ap
Für die Olympischen Spiele in Peking mussten die Stewardessen besonders in punkto Auftreten üben. Etikette und Stil sind ein absolutes Muss. © ap
Hier fühlt sich der Fluggast an die 70er-Jahre-Popgurppe  ABBA erinnert. Der Designer Yannis Tseklenis schuf die äußerst bunte Kleidung für die Olympischen Spiele. © ap
Diese Kostüme waren 1963 das Erkennungsymbol für die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines. © ap
Unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen von Air Berlin in einer schwarz-rot-weißen Kombination. © ap
Mit einem freundlichen Bordpersonal vergehen die Flüge viel schneller. © ap
Reizende Aussichten gibt es 1967 bei der amerikanischen Fluggesellschaft American Airlines. © ap
Diese Dame von AirAsia berät die Passagiere in Kuala Lumpur (Malaysia). © ap
Das Model Jane Cartwright präsentiert die Mode für die Stewardessen von United Airlines 1963. © ap
Dieses Vierergespann begleitet die Fluggäste von Pacific Airways ab Hongkong. © ap
Hier legt der Designer Richard Tyler Hand an: Patricia Ringness präsentiert seine Mode für Delta Flight. © ap
Karo-Look ganz in Blau: Die Damen von Hungarian Airline sind unverkennbar gekleidet. © ap
Lufthansa-Uniformen aus verschiedenen Jahrzehtnen. Die Schnitte haben sich zwar geändert, trotzdem kommen die Stewardessen unverkennbar von der Lufthansa. © ap
Die Mode für Stewardessen von Richard Tyler wurde auf der Fashion Week in New York vorgestellt. © ap
Die Damen von United Air in Uniformen aus den 30er bis in die 50er Jahre. © ap
Freundlicher Service und eine Kleingkeit zu Naschen, da steigt jeder bei Air Berlin gerne in ein Flugzeug. © Air Berlin
Eine typische Crew der Fluggesellschaft Air Berlin. © Air Berlin
Stewardessen der Air Berlin sorgen für einen angenehmen Flug und verkürzen uns die langen Stunden in der Luft. © Air Berlin
Unverkennbar: Blaue Kostüme und gelbe Schrift, jede Fluggesellschaft hat ihr Erkennungszeichen. Das ist die Condor.  © Condor
Gerade auf Langstreckenflügen freuen sich die Fluggäste über ein nettes Wort oder eine kleine freundliche Geste. Flugbegleiterinnen (hier von Condor) haben oft eine Engelsgeduld. © Condor
Diese Damen eines Kaufhauses haben sich nur verkleidet. Im Rahmen einer Werbeaktion für eine Ruhezone hat ein Einkaufcenter sich das Innere eines Flugzeugs zum Vorbild genommen. © dpa
Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft Air Berlin, Joachim Hunold, mit zwei Flugbegleiterinnen. © dpa
Auch das gehört zu den Aufgaben einer Stewardess: Flugbegleiterinnen von Ryanair  bei einer Schulung. © dpa
Ein "Singapore Girl" von Singapore Airlines: Sie lächelt immer, ist nie gestresst, wie aus dem Ei gepellt und stets zu Diensten. © dpa
Die Stewardessen der Fluglinie "Aegean Airline S.A.", (von links) Elefcheria, Maria, Margaret und Ioanna, aufgenommen auf dem Flughafen Berlin-Tegel. © dpa
Air China gibt sich zu den Olympischen Spielen 2008 besondere Mühe. Diese Damen posieren am Flughafen von Peking. © dpa
Stewardessen der bahrainischen Fluggesellschaft Gulf Air stehen  in Bahrain auf der neugebauten Formel 1-Rennstrecke bei der Fahrerparade vor dem Großen Preis von Bahrain als Grid-Girls Spalier. © dpa
Von Quietschgelb bis Hellblau - die Lufthansa präsentiert 40 Jahre Mode am Himmel. © dpa
Blau-gelbe Uniform und flotter Kopfschmuck. So erkennt man die Damen von der Lufthansa sofort. © dpa
Manchmal wird es eng in den Gängen der Flieger. D ie Stewardessen von Thomas Cook haben gelernt auf engstem Raum zu arbeiten. © Thomas Cook

Falls Cockpit die Streikdrohung nicht unverzüglich zurücknehme, “werden wir in den nächsten Tagen Schadenersatzansprüche geltend machen“, kündigte Walther an. Man könne nicht tatenlos dabei zusehen, wie sich Verluste in Millionenhöhe aufhäuften. Cockpit stand am Montag nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung.

“Drohung muss sofort vom Tisch“

Am Donnerstag hatte es zunächst nach einer Annäherung zwischen den Konfliktparteien ausgesehen: Cockpit hatte sich zu einem Schlichtungsverfahren bereiterklärt und damit einen Vorschlag der Lufthansa akzeptiert. Man sei sogar bereit, “unverzüglich“ in die Schlichtung einzusteigen. Die Lufthansa begrüßte diese Erklärung, verlangte aber eine Rücknahme der Streikdrohung als Vorbedingung für Schlichtungsgespräche. “Wenn Cockpit seine Verhandlungsbereitschaft ernst meint, muss die Streikandrohung sofort vom Tisch“, sagte Walter. Man habe “einen absolut gangbaren Weg aufgezeigt“.

Dass Cockpit mit einer bestehenden Streikdrohung in eine Schlichtung gehen wolle, sei absurd: “Ich kann mich an kein Schlichtungsverfahren in Deutschland erinnern, bei dem eine Streikandrohung aufrecht erhalten worden wäre.“ Bereits Ende Februar waren rund 4.000 Lufthansa-Piloten zu einem viertägigen Streik aufgerufen, der aber nach einem Tag nach einer Verhandlung vor dem Frankfurter Arbeitsgericht gestoppt wurde. Dennoch verursachte der Ausstand nach Angaben das Unternehmens einen Schaden von 48 Millionen Euro.

Umstrittener Konzerntarifvertrag

In dem Tarifstreit geht es um den Vergütungs- und Manteltarifvertrag für das Cockpitpersonal der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Besonders umstritten sind Regelungen aus dem Konzerntarifvertrag, die festlegen, welche Flugzeuge von wem geflogen werden: Derzeit darf auf Maschinen mit mehr als 70 Sitzplätzen nur Personal eingesetzt werden, das nach dem höheren Tarif der Kerngesellschaft Passage bezahlt wird. VC wirft dem Konzern aber vor, diese Bestimmung umgehen zu wollen, um mehr Flugzeuge bei Auslandstöchtern mit schlechterer Bezahlung einzusetzen.

Die Lufthansa-Führung hatte den Piloten am Mittwoch in einem Brief vorgeschlagen, die Fragen der Vergütung und der Arbeitsbedingungen in einer Schlichtung zu klären. Über eine Neuregelung des besonders umstrittenen Konzerntarifvertrags solle hingegen in einer Arbeitsgruppe verhandelt werden. Sollte dies bis Jahresende nicht gelingen, würde sich die Lufthansa nicht mehr an den Vertrag gebunden fühlen. Dies wies VC zurück: Ein gemeinsam geschlossener Tarifvertrag verliere seine Wirksamkeit nicht durch die einseitige Erklärung einer der Parteien.

dapd

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