Luftschau: Milliardenaufträge für Airbus und Boeing

Le Bourget - Die rivalisierenden Flugzeugbauer Airbus und Boeing haben bei der weltgrößten Luftfahrtschau in Le Bourget bereits Aufträge in Milliardenhöhe an Land gezogen.

Zum Auftakt der Messe verkündeten sie Bestellungen und Kaufzusagen für 142 Flugzeuge zum Listenpreis von 15 Milliarden Dollar (etwa zehn Milliarden Euro).

Qatar Airways kündigte den Kauf von sechs Boeing 777 im Wert von 1,7 Milliarden Dollar an. Außerdem hat Boeing die Bestellung von zwei 747-8 Passagiermaschinen sowie Kaufzusagen für weitere 15 Flugzeuge dieses Typs durch ungenannte Käufer bekannt gegeben. Kaufzusagen haben nicht die gleiche Bindungswirkung wie Bestellungen.

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Airbus erklärte, dass die Leasingfirma GE Capital Aviation Services 60 A320neo und die schwedische Fluglinie SAS 30 Flugzeuge dieses Typs bestellt habe. Der Listenpreis für die 90 Flugzeuge beträgt 8,3 Milliarden Dollar, wobei bei diesem Auftragsvolumen Rabatte üblich sind. Für weitere 50 A320neo hat die Air Lease Corporation (ALC) eine Kaufzusage abgegeben. Darüber hinaus hat die ALC elf Airbus A330 und einen Airbus A321 bestellt. Eine weitere Bestellung über vier A330-300 Langstreckenflugzeuge hat Saudi Arabian Airlines aufgegeben.

Schauflug von Transportflugzeug abgesagt

Für Airbus begann die Messe in Le Bourget in diesem Jahr allerdings mit einigen Schwierigkeiten. Ein A380 wurde an der Spitze der Tragfläche beschädigt, als er bei geringer Geschwindigkeit gegen ein Gebäude am Flughafen Le Bourget stieß, erklärte ein Sprecher der Muttergesellschaft EADS, Alexander Reinhardt. EADS fand jedoch ein Ersatzflugzeug für die geplanten Demonstrationsflüge.

Außerdem musste ein Schauflug des militärischen Transportjets Airbus A400M abgesagt werden, laut Hersteller wegen eines kleineren Fehlers im Getriebe. Das Flugzeug sollte am Montag dennoch einen Überflug machen, wenn der französische Präsident Nicolas Sarkozy die Luftverkehrsmesse besucht.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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