Luftwaffen-Auftrag: EADS gibt sich geschlagen

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EADS verzichtet auf Protest gegen die Vergabe des Tankflieger-Auftrages an Boing.

Berlin - EADS wird keinen Protest gegen die Vergabe des Tankflieger-Auftrages an Konkurrenten Boing einlegen. Das kündigte die Konzernspitze am Freitag an.

EADS gibt sich geschlagen: Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern verzichtet darauf, sich gegen die Vergabe des “Jahrhundert-Auftrags“ der US-Luftwaffe für 179 Tankflugzeuge an den Erzrivalen Boeing zu wehren. “Wir haben uns entschieden, keinen Protest einzulegen“, sagte der Vorstand von EADS Nordamerika, Ralph Crosby, am Freitag in Washington.

Vorausgegangen war ein Treffen mit Vertretern des Pentagon. Darin hatte das US-Verteidigungsministerium seine Gründe dargelegt, warum Boeing den mit ursprünglich 35 Milliarden Dollar veranschlagten Auftrag gewonnen hat. “Boeings Angebot lag preislich unter unserem“, sagte Crosby. “Es gibt keine Basis für einen Protest.“

Das US-Verteidigungsministerium hatte vor einer Woche verkündet, dass Boeing den Zuschlag erhält. Der stellvertretende Verteidigungsminister William Lynn hatte insbesondere die günstigeren Betriebs- und Wartungskosten als Grund angeführt.

Es war bereits der dritte Anlauf zur Vergabe des Megageschäfts. Einmal hatte Boeing gewonnen, einmal EADS. Nach Fehlern bei der Auftragsvergabe schrieb die Regierung den Auftrag immer wieder neu aus. Auch dieses Mal lief nicht alles glatt: Durch eine Verwechslung landeten die Angebote der Gegenseite bei EADS und Boeing. Dennoch hatte Vize-Verteidigungsminister Lynn das Geschäft als wasserdicht eingestuft.

dpa

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