VW macht Tempo bei Porsche-Einstieg

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VW beeilt sich mit dem Einstieg bei Porsche.

Hamburg - VW gibt Gas bei der Porsche-Übernahme: Schon nächste Woche sollen 49,9 Prozent am Sportwagenbauer für 3,9 Milliarden Euro übernommen werden.

Der Einstieg erfolge “voraussichtlich schon in der kommenden Woche“, sagte Volkswagen-Chef Martin Winterkorn am Donnerstag in Hamburg auf einer außerordentlichen Hauptversammlung. Fondsvertreter und Kleinaktionäre erklärten, die geplante Übernahme bevorzuge die Großaktionäre der Familien Porsche/Piech. Sie zeigten sich empört darüber, das die Kapitalerhöhung nur über Vorzugsaktien finanziert wird.

Das bringt die Abwrackprämie: Neuzulassungen im Januar 2009

Im Januar 2008 wurden 18398 VW Golf Jettas zugelassen, Im Januar 09 waren es 20459: ein Plus von 11 Prozent
Im Januar 2008 wurden 18398 VW Golf und Jetta neu zugelassen, Im Januar 09 waren es 20459: ein Plus von 11 Prozent  © dpa
9190 Skoda Fabias im Januar 2009: das ist eein Plus von 168 Prozent
9190 Skoda Fabias im Januar 2009: das ist ein Plus von 168 Prozent © ap
VW notiert beim Polo ein Plus von 53 Prozent
VW notiert beim Polo ein Plus von 53 Prozent © dpa
Ford Fiesta im Aufwärtstrend: plus 295 Prozent
Ford Fiesta im Aufwärtstrend: plus 295 Prozent © Kurzendörfer
VW Passat: plus 01, Prozent
VW Passat: plus 01, Prozent © Archiv
Beim Audi A4 gings leicht abwärts: minus zwei Prozent
Beim Audi A4 gings leicht abwärts: minus zwei Prozent  © dpa
Auch bei der Mercedes C Klasse gabs ein Minus: 15 Prozent weniger Neuzulassungen als im Januar 2008
Auch bei der Mercedes C Klasse gabs ein Minus: 15 Prozent weniger Neuzulassungen als im Januar 2008  © dpa
Opel Astra: 22 Prozent weniger Neuzulassungen als im Januar 2008
Opel Astra: 22 Prozent weniger Neuzulassungen als im Januar 2008  © dpa
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Der 3er BMW wurde weniger oft neu zugelassen: minus 13 Prozent
Der 3er BMW wurde weniger oft neu zugelassen: minus 13 Prozent  © dpa
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Ford Focus: plus sechs Prozent © dpa
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Relativ konstant: der Audia A3 mit 0,1 Prozent © dpa
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Hyundai i30: Die Zuwachsrate stieg um satte 810 Prozent! © dpa
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Toyota Yaris: plus 105 Prozent © dpa
Der Peugeot 207 verzeichnet eine Zuwachsrate von 21 Prozent
Der Peugeot 207 verzeichnet eine Zuwachsrate von 21 Prozent © dpa
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Seat Ibiza: plus 83 Prozent © dpa
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Der 1er BMW: minus 23,9 Prozent © dpa
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Beim VW Tiguan stieg die Zahl der Zulassungen ebenfalls deutlich: plus 80 Prozent  © Archiv
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VW Fox: plus 359 Prozent! © dpa
Audi A6: minus zehn Prozent
Audi A6: minus zehn Prozent © dpa
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Fiat Panda: plus 202 Prozent
Fiat Panda: plus 202 Prozent © dpa
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Mitsubishi Colt: plus 268 Prozent
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Smart Fortwo: plus 16 Prozent
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VW Caddy: plus 68 Prozent
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Mercedes E Klasse: minus 33 Prozent
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Opel Zafira: plus fünf Prozent
Opel Zafira: plus fünf Prozent © dpa
Renault Twingo: plus 36 Prozent
Renault Twingo: plus 36 Prozent © dpa
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Opel Insignia: Es wurden 2286 Modelle neu zugelassen. Der Opel Insignia ist erst seit 2009 auf dem Markt
Opel Insignia: Es wurden 2286 Modelle neu zugelassen. Der Opel Insignia ist erst seit 2009 auf dem Markt  © dpa
Hyundai i10: plus 253 Prozent
Hyundai i10: plus 253 Prozent © dpa
Toyota Auris: plus 47 Prozent
Toyota Auris: plus 47 Prozent © dpa
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Peugeot 107: plus 167 Prozent © dpa
Citroen C1: plus 91 Prozent
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Fiat 500: plus 91 Prozent
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Honda Jazz: plus 124 Prozent
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Ford Mondeo: minus 18 Prozent
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Opel Meriva: minus 40 Prozent
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VW Caravelle: minus 26 Prozent
VW Caravelle: minus 26 Prozent © dpa
BMW Mini: minus 19 Prozent
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5er BMW: minus 43 Prozent
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Ford Ka: plus 692 Prozent
Ford Ka: plus 692 Prozent © dpa
Renault Megane: plus 39 Prozent
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Honda Civic: plus 30 Prozent
Honda Civic: plus 30 Prozent © dpa
Chevrolet Matiz: plus 160 Prozent
Chevrolet Matiz: plus 160 Prozent © dpa
Hyundai i20: 1729 Exemplare wurden neu zugelassen. Das Modell gibt es erst seit 2009
Hyundai i20: 1729 Exemplare wurden neu zugelassen. Das Modell gibt es erst seit 2009 © dpa
Mazda 3: plus 31 Prozent
Mazda 3: plus 31 Prozent © dpa

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VW kauft nächste Woche 49,9 Prozent von Porsche

Der Vorstand wies die Kritik zurück. Finanzchef Hans Dieter Pötsch sagte, VW wolle die Zahl der Vorzugsaktien erhöhen, um die Papiere liquider zu machen. Im Mittelpunkt der Hauptversammlung stand eine vom Vorstand geplante Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe. Mit dem frischen Kapital will VW die Porsche-Übernahme finanzieren. Winterkorn warb bei den Aktionären um Unterstützung für die Kapitalerhöhung. Dafür sollen in den kommenden fünf Jahren bis zu 135 Millionen neuer stimmrechtsloser Vorzugsaktien ausgegeben werden.

Zu aktuellen Kursen könnten so rund 8 Milliarden Euro in die Kassen fließen. Winterkorn sagte, die Porsche-Übernahme werde das operative Ergebnis um 700 Millionen Euro im Jahr erhöhen. “Wir werden Wachstumspotenziale erschließen, erhebliche Synergien schaffen und dabei die Kosten deutlich senken“, sagte Winterkorn. Der Porsche-Absatz solle auf mehr als 150.000 Stück steigen. VW will bis 2011 Porsche ganz übernehmen und zusätzlich das Vertriebsgeschäft der Familien Porsche und Piech in Österreich, die Porsche Holding Salzburg, für 3,55 Milliarden Euro kaufen. Dazu braucht der Konzern zusätzliches Kapital, das nun die Aktionäre liefern sollen.

Sonderrechte für Niedersachsen

Außerdem liegen den Aktionären Änderungen der Firmensatzung zur Abstimmung vor. Darin sollen dem zweitgrößten Aktionär, dem Land Niedersachsen, Sonderrechte eingeräumt werden. Dazu zählt auch das Recht auf die Besetzung von zwei Aufsichtsratsposten. Zahlreiche Aktionäre zeigten sich empört über die Pläne. Hans-Christoph Hirt vom Pensionsfonds Hermes sagte, er habe “nicht den Eindruck, dass das im besten Interesse von Volkswagen ist“. Er äußert des Verdacht, dass die Maßnahmen vorrangig den Großaktionären zu Gute kommen.

Die Großaktionäre mit ihren Stammaktien müssen für die Kapitalerhöhung nicht zahlen, weil nur neue Vorzugsaktien ausgegeben werden. Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sagte: “Sie berücksichtigen die Interessen der Großinvestoren, aber nicht die des Unternehmens.“ Konzernchef Winterkorn wies die Kritik zurück und erinnerte an große Synergiemöglichkeiten durch die Porsche-Übernahme. Die Zustimmung zu den Plänen gilt als sicher, weil die drei VW-Großaktionäre, die Familien Porsche/Piech, Niedersachsen und das Scheichtum Katar den Plan stützen. 90 Prozent der Stammaktien waren zu der Hauptversammlung gekommen, bei der am Nachmittag noch die Aussprache lief. Die Beschlüsse der VW-Hauptversammlung sind eine weitere Etappe im Übernahmeprozess von Porsche durch Volkswagen.

Porsche wollte ursprünglich Volkswagen schlucken und hatte dazu VW-Aktien im großen Stil auf Kredit gekauft. Allerdings übernahm Porsche sich dabei und wird nun umgekehrt Teil des VW-Konzerns. Am Ende soll die Verschmelzung im Jahr 2011 stehen. Haupteigentümer des VW-Konzerns werden langfristig die Porsche-Eigentümerfamilien Porsche und Piech sein, sowie das Land Niedersachsen und das neu eingestiegene Emirat Katar. VW-Chef Winterkorn äußerte sich zuversichtlich über die Aussichten des Konzerns für 2010. Man gehe “mit vorsichtigem Optimismus ins kommende Jahr“. Der VW-Konzern habe sich “eine gute Startposition erarbeitet“ und bringe 60 neue Modelle oder Aufwertungen auf den Markt.

AP

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