Kein Arbeiter soll unfreiwillig gehen müssen

MAN streicht 1800 Arbeitsplätze

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Auch in Karlsfeld fallen viele Stellen dem Streichungsplan zum Opfer.

München - Der Lastwagenbauer MAN streicht im Zuge seines Sparprogramms rund 1800 Arbeitsplätze. Rund 1400 Jobs seien in der Verwaltung betroffen und weitere 400 in der Produktion, teilte das Unternehmen mit.

Betriebsbedingte Kündigungen seien ebenso ausgeschlossen wie Standortschließungen. Für das Programm stellt sich MAN auf Aufwendungen im niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich ein.

Im Wesentlichen solle es durch Verzicht auf eine Nachbesetzung frei werdender Stellen, freiwillige Abfindungen sowie Altersteilzeit umgesetzt werden. Der MAN-Gesamtbetriebsrat erklärte, niemand müsse das Unternehmen unfreiwillig verlassen. Der Lkw-Bauer hatte zuvor die Mitarbeiter in Deutschland und Österreich bei Betriebsversammlungen über die Auswirkungen des Sparprogramms informiert. Bereits vorab war bekanntgeworden, dass rund 1000 bis 2000 Arbeitsplätze bei der Tochter des Volkswagen-Konzerns auf der Kippe stehen.

MAN hatte im März angekündigt, seinen Sparkurs in der Lkw-Sparte zu verschärfen und auf den gesamten Konzern auszudehnen. Ursprünglich sollten die Kosten in der Sparte Truck & Bus bis 2017 um 600 Millionen Euro gedrückt werden.

Weltweit beschäftigt MAN nach eigenen Angaben in der Sparte rund 36.000 Mitarbeiter, davon 20.000 in Deutschland. Größter Standort ist München-Karlsfeld mit rund 9200 Mitarbeitern. In Nürnberg sind 4300 Menschen beschäftigt, in Salzgitter 2500, im österreichischen Steyr 2400. Der Gesamtumsatz bei MAN lag 2014 bei 14,3 Milliarden Euro.

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