Facebook-Gründer zum Börsengang

Jetzt spricht der enttäuschte Zuckerberg

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Mark Zuckerberg beim Interview

New York - Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat in seinem ersten Interview seit dem Börsengang die Entwicklung des Aktienkurses seiner Firma als „offensichtlich enttäuschend“ bezeichnet.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat mit seinem ersten Interview nach dem verpatzten Börsengang die Anleger ein wenig versöhnt. Auf der vom US-Technologieblog TechCrunch veranstalteten „Disrupt“-Konferenz versicherte er, dass das Augenmerk des Sozialen Netzwerks auf dem mobilen Geschäft liege. Bislang sind hier die Werbeeinnahmen enttäuschend, was als Hauptgrund für den Einbruch der Aktie angesehen wird.

„In den nächsten drei bis fünf Jahren wird die zentrale Frage sein, wie gut wir uns im mobilen Bereich schlagen“, sagte Zuckerberg. „Davon hängt die Entwicklung des Unternehmens ab.“ Facebook hatte erst im August seine viel kritisierte iPhone-App erneuert und arbeitet gerade an einer neuen Android-App. Ein genaues Datum, wann sie fertig ist, nannte Zuckerberg nicht.

Die lustigsten Facebook-Pannen der Welt

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Nach den Einlassungen des Facebook-Chefs und -Gründers stieg die Aktie am Mittwoch vorbörslich um über 3 Prozent auf gut 20 Dollar. Das ist allerdings immer noch weit von den 38 Dollar entfernt, die das Papier beim Börsengang im Mai kostete. „Die Entwicklung der Aktie ist ganz offensichtlich enttäuschend“, sagte Zuckerberg. Es sei aber nicht das erste Auf und Ab für Facebook und müsse langfristig gesehen werden: „In 10, 20 Jahren sollte das Vermächtnis dieses Unternehmens sein, dass wir jeden in der Welt vernetzt haben.“

Ob der Einbruch der Aktie auf die Moral im Unternehmen drücke, wollte TechCrunch-Gründer Michael Arrington wissen, der das Interview auf der Bühne führte. „Klar ist das nicht gerade hilfreich“, räumte Zuckerberg ein. „Vielleicht gehen einige Leute.“ Er persönlich halte es aber für eine großartige Zeit, um zum Unternehmen zu stoßen. Facebook arbeite an zahlreichen langfristigen Projekten, über die er aber nicht reden könne.

dapd/dpa

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