Botschaften gegen Fremdenhass

McDonald's und andere Unternehmen nutzen Promibonus sinnvoll

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#mundaufmachen-Kampagne von Oettinger.

München - Nicht nur Promis wie Joko und Klaas und Oliver Kalkofe setzen in diesen Tagen ein Zeichen gegen Fremdenhass. Auch Unternehmen nutzen ihren Promibonus und senden wichtige Botschaften.

Die Brauerei Oettinger hat auf Facebook ein Foto gepostet, mit dem das Unternehmen für Vielfalt einsteht (zum Vergrößern des Fotos bitte auf die Pfeile rechts oben in der Ecke des Bildes klicken).

#mundaufmachen

McDonald's Deutschland hat ein Video auf Facebook, Twitter und YouTube hochgeladen, das "Willkommen in Deutschland" heißt. Der Hashtag zur Kampagne lautet #VielfaltIstChance. Das Video beginnt mit einem Statement von Holger Beeck, dem Vorstandsvorsitzenden von McDonald's Deutschland.

Er sagt, dass sein Team jeden Tag Vielfalt erlebe. Menschen aus 125 Nationen arbeiten in den deutschen Filialen "friedlich miteinander. Nicht immer ist das einfach, denn wir alle sind verschieden. Deshalb braucht es hohen gegenseitigen Respekt und Toleranz im Umgang miteinander", sagt Beeck. An die Zuschauer des Videos appelliert er, allen Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, zu zeigen, "dass Deutschland eine offene Willkommenskultur hat". Er schließt sein Statement mit dem Satz: "Fremdenhass hat bei McDonald's keinen Platz." Danach zeigen Angestellte, wie sie in ihren Muttersprachen Kunden im Burgerladen willkommen heißen.

In den vergangenen Tagen hat schon Fisherman's Friend seine neue Verpackung gegen Fremdenhass vorgestellt - dazu der Slogan: "Sind sie zu bunt, bist du zu braun."

Hey Heidenau & Co, exklusiv für Euch: Unsere neueste Sorte. Solltet Ihr auch mal probieren! #mundaufmachen

Posted by Fisherman's Friend on Donnerstag, 27. August 2015

Nicht nur prominente Unternehmen senden Botschaften. Am Montag hat eine Bar in Leipzig viel Applaus bekommen, weil sie das beste Stellenanagebot der vergangenen Tage formuliert hat. Sie zeigt eine klare Haltung, denn die Bar Vodkaria sucht nicht irgendwie nach neuem Personal, sondern verbindet die Suche mit einer Nachricht: Die Religion der neuen Kellnerin/des neuen Kellners und der neuen Köchin/des neuen Kochs sei wurscht. Flüchtlinge seien willkommen. An Pegida- und Legida-Anhänger gerichtet schreibt die Bar in ihrem Stellenangebot: "so dringend ist es dann doch nicht".

Stellenanzeige.

Posted by Vodkaria Leipzig on Montag, 31. August 2015

Auch der Automobilhersteller Porsche bezog klar Stellung, als ein Kfz-Techniker-Lehrling des Unternehmens auf der Facebook-Seite eines Radiosenders einen Hass-Kommentar postete. Unter einem Bild, das ein kleines syrisches Mädchen zeigte, schrieb der Lehrling hasserfüllt: "Flammenwerfer wäre da die bessere Lösung." Porsche zeigte sich schockiert und beendete den Lehrvertrag des Lehrlings mit sofortiger Wirkung. Die Eltern des jungen Mannes reagierten empört.

Ähnlich wie Porsche reagierte auch der Online-Versandhändler Zalando, als ein junges Mitarbeiter-Paar auf Facebook Hetz-Kommentare gegenüber Ausländern und Homosexuellen veröffentlichten. Zalando stellte das Paar umgehend frei und erklärte sich folgendermaßen: "Das Verhalten des Kollegen hat in vielerlei Hinsicht gegen die Unternehmenswerte von Zalando verstoßen und wir distanzieren uns klar davon. Zalando steht für eine vielfältige, offene und bunte Belegschaft. Wir haben dem Mitarbeiter verschiedene soziale Anlaufstellen genannt, die ihm hoffentlich helfen können, ein besseres Verständnis für seine Mitmenschen zu entwickeln."

sah

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