Ein Drittel Ökostrom in Bayern ist erreicht

München - Die bayerische Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) sieht erste Fortschritte beim Umstieg auf erneuerbare Stromquellen.

Rund 30 Prozent des Stromverbrauchs im Freistaat seien im vergangenen Jahr schon aus regenerativen Quellen gekommen, teilte der Verband am Mittwoch in München mit. Spitzenreiter war die Wasserkraft mit 11,4 Milliarden Kilowattstunden, mit großem Abstand gefolgt von Sonnenenergie und Biomasse. Windkraft trug nur eine Milliarde Kilowattstunden bei.

„Wir haben aber bislang noch keine richtige Energiewende, sondern erst mit den Maßnahmen zur Stromwende begonnen“, sagte Verbandschef Norbert Breidenbach. Nur 10 Prozent des Energieverbrauchs eines Privathaushalts entfielen auf Strom, aber 55 Prozent auf Heizung und Warmwasser und 34 Prozent auf das Auto.

Breidenbach kritisierte zugleich künstliche Hürden für Erdgaskraftwerke. Sie seien effizient und könnten das schwankende Angebot von Wind- und Sonnenstrom ausgleichen. „Diese Anlagen sind aber aufgrund des Einspeisevorranges der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien immer weniger ausgelastet, so dass ihre Rentabilität auch unter Berücksichtigung der hohen Betriebskosten nicht gegeben ist“, warnte der Verbandschef.

dpa

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