Wirtschaft beklagt sich über Seehofer

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Horst Seehofer

München - Der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) legt sich offen mit Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) an.

Seehofer verkenne beim Thema Strom die Bedürfnisse der Industrie, sagte Peter Driessen dem "Münchner Merkur" (Samstagsausgabe): "Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass man diese Dinge so schnell übers Knie bricht, ohne die Zusammenhänge zu sehen."

Auf Einwände, es könnte durch das Abschalten von Kernkraftwerken zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen, habe Seehofer während des Energiegipfels nur "subtil" gefragt, "ob es denn nicht eine Möglichkeit wäre, dass die Unternehmen ihre Produktion danach steuern, wie viel Energie zur Verfügung steht", erzählte Driessen. "Da fragt man sich schon: Was soll das?"

Die Staatsregierung sei "kein verlässlicher Partner", meint der BIHK-Chef. Zudem gebe es in der CSU derzeit eigentlich nur einen Ansprechpartner für die bayerische Wirtschaft: Erwin Huber. "Wir reden aktuell mit dem Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses", betonte Driessen.

Seehofer wies die Kritik zurück. Der von Driessen angesprochene Satz während des Energiegipfels sei "ein totaler Phantasiesatz. Quatsch", sagte der CSU-Chef dem "Münchner Merkur". Er führe einen intensiven Dialog mit den Verbänden, "da gibt es nicht die Spur eines Konflikts". Inhaltlich will Seehofer an den Entscheidungen zur Energiewende festhalten.

mm

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