Huber kritisiert Absage an Staatsbürgschaften für den Autobauer - Kritik am Sparpaket der Bundesregierung

IG Metall fordert von Merkel neue Gespräche über Opel

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IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber vor der Frankfurter Börse.

Hamburg - Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, zu einem neuerlichen Gespräch über die Zukunft des Autoherstellers Opel einzuladen.

"Die Bundeskanzlerin muss jetzt alle Akteure, Opel, Arbeitnehmer, Länder, den Wirtschaftsminister, an einen Tisch holen, um eine Lösung für Opel und die Opelaner zu finden", sagte Huber im Interview des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

Zugleich kritisierte er scharf die Absage der Bundesregierung an Staatsbürgschaften für Kredite des Autobauers. Wer Arbeitsplätze und industrielle Wertschöpfung leichtfertig und aus ideologischer Engstirnigkeit über die Wupper gehen lassen wolle, "ist eine Gefahr für den Industriestandort Deutschland", wird der Gewerkschafter zitiert.

Kritik übte Huber auch am Sparpaket der Bundesregierung, das die soziale Balance in Deutschland noch weiter aus dem Gleichgewicht bringe. Er wende sich nicht prinzipiell gegen das Sparen, hob der IG-Metall-Chef hervor, aber die Regierung agiere einseitig und zur falschen Zeit. Schließlich befinde sich das Land noch mitten in der Krise.

Daher sei vor allem eine Verbesserung der Einnahmeseite nötig, indem die Verursacher der Krise an den Lasten beteiligt würden. Huber forderte neben einer Finanzmarkttransaktionssteuer auch eine Erhöhung der Erbschaftsteuer. Auch müsse der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wieder angehoben werden, "damit die Bundesagentur ausreichend finanziert ist", sagte der IG-Metall-Chef laut Vorabmeldung.

ap

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