Milch und Quark könnten wieder teurer werden

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Wie der Milchindustrie-Verband warnt könnten Milch und Quark wieder teurer werden.

Düsseldorf - Der Milchindustrie-Verband warnt: “Die Lager für Milchprodukte sind seit Weihnachten wie leer gefegt.“ Das wirke sich auf die Preise aus.

Milch, Sahne und Quark könnten schon bald wieder teurer werden. Die Preise für diese Produkte würden zurzeit zwischen Handel und Molkereien neu verhandelt, sagte der Geschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes (MIV), Michael Brandl, am Freitag der DAPD. Angesichts der deutlich gestiegenen Weltmarktpreise für Milchprodukte seien auch in Deutschland Preisanpassungen erforderlich.

Auch die Preise für Butter und Käse könnten nach seiner Einschätzung schon bald in Bewegung geraten. Laut Milchindustrie-Verband haben sich die Weltmarktpreise für eine Tonne Vollmilchpulver in den vergangenen Monaten verdoppelt. Auch bei Butter sei die Entwicklung ähnlich. “Die Lager für Milchprodukte sind seit Weihnachten wie leer gefegt“, sagte in dieser Woche der MIV-Vorsitzende Karl-Heinz Engel. Die Erholung der Märkte habe mehrere Uranchen, erklärte der Verband. So sei die sonst kontinuierlich wachsende Milchproduktion in den letzten acht Monaten weltweit um rund 1 Prozent zurückgegangen.

Top Ten: Die stärksten Preissenkungen 2009

Die Preise der folgenden zehn Produkte sind im Jahr 2009 durchschnittlich am stärksten gesunken: © dpa
Platz 10: Frische Vollmilch (minus 17,3 Prozent) © dpa
Platz 9: Personalcomputer (minus 17,4 Prozent) © dpa
Platz 8: Süße Sahne (minus 18,0 Prozent) © dpa
Platz 7: Paprikaschoten (minus 18,1 Prozent) © dpa
Platz 6: Dieselkraftstoff, Cetanzahl kleiner 60 (minus 18,6 Prozent) © dpa
Platz 5: Speisequark (minus 22,2 Prozent) © dpa
Platz 4: Zitronen (minus 22,3 Prozent) © dpa
Platz 3: Hörbücher auf CD (minus 23,8 Prozent) © dpa
Platz 2: Fernsehgerät (minus 24,8 Prozent) © dpa
Platz 1: Extra leichtes Heizöl (minus 30,7 Prozent) © dpa

Wichtige Anbieterländer auf den internationalen Märkten, wie Australien und Argentinien, hätten bis zu 6 Prozent weniger Milch produziert. Auch in Europa habe sich die Milchproduktion verringert. Hier mache sich auch der harte Winter bemerkbar. Gleichzeitig habe sich aber die Nachfrage wieder erholt. Außerdem mache die Euro-Schwäche die EU-Milchproduzenten wieder wettbewerbsfähiger und gebe dem Export zusätzliche Impulse. Viele Molkereien konnten laut MIV schon ihre Milchpreise vorsichtig nach oben entwickeln. In den nächsten Monaten werde sich die Lage für die Milcherzeuger weiter verbessern, prognostizierte der Verband.

dpa

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