Milder Winter dämpft Anstieg der Arbeitskosten

Wiesbaden - Der milde Winter hat im ersten Quartal dieses Jahres den Anstieg der Arbeitskosten in der deutschen Wirtschaft gedämpft.

Die auf die Stunde gerechneten Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten stiegen mit 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal so gering wie seit dem dem Sommer 2010 nicht mehr, berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. Wichtigster Grund war die witterungsbedingt um 22 Prozent gesunkene Zahl an Krankheitstagen. Dadurch sanken zum einen die Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, zum anderen stieg die Zahl der von den Beschäftigten geleisteten Arbeitsstunden.

Im europäischen Vergleich wurde Arbeit in Deutschland schneller teurer als in den meisten anderen Ländern. Für Industrie und Dienstleistungen stiegen 2013 hierzulande die Kosten für eine Arbeitsstunde um 2,4 Prozent. Der Durchschnitt in der EU wie auch im Euro-Gebiet lag hingegen nur bei 1,4 Prozent. Im Krisenstaat Griechenland fielen die Arbeitskosten im Jahresvergleich sogar um 8,8 Prozent. Höhere Kostensteigerungen als in Deutschland gab es insbesondere in den baltischen Staaten und den schwach entwickelten Volkswirtschaften in Südosteuropa.

dpa

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