Milliarden-Mehrkosten bei Euro-Bonds

Berlin - Das Ifo-Institut rechnet bei Euro-Bonds mit Zins-Mehrkosten in Höhe von 33 Milliarden bis 47 Milliarden Euro pro Jahr für die gesamten Schulden Deutschlands in Höhe von 2.080 Milliarden Euro.

Das erklärte der Konjunkturchef des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts, Kai Carstensen, am Mittwoch in Berlin. Diese “Risikohaftung für das Ausland“ könne das Wachstum und die Investitionen in Deutschland bremsen. Privathaushalte und Unternehmen müssten die höheren Zinskosten über höhere Steuern bezahlen.

Die Summe hänge von der unterstellten Zinshöhe bei Deutschland und den anderen Ländern ab, sagte Carstensen. Er räumte ein, dass die Summe erst über viele Jahre erreicht wird, wenn die gesamte Verschuldung auf Euro-Bonds umgestellt ist. Die Summe verringere sich von 47 Milliarden auf 6 Milliarden, wenn nur die Brutto-Neuverschuldung von rund 300 Milliarden Euro im Jahr gerechnet werde. Dies gelte für das erste Jahr. Im zweiten Jahr kämen weitere 6 Milliarden hinzu, so dass die Mehrkosten dann 12 Milliarden Euro betrügen. Die letzte deutsche Staatsanleihe laufe derzeit erst im Jahre 2037 aus.

dapd

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