Millionen Frauen droht Altersarmut

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München - Millionen erwerbstätige Frauen sind laut einem Bericht von Altersarmut bedroht. Gefährdet seien vor allem diejenigen mit einem jahrelangen Minijob.

Ihre Rente werde nach heutigen Werten unter 200 Euro liegen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwoch). Sie beruft sich dabei auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.

Laut einer Berechnung des Bundesarbeitsministeriums erwirbt ein Minijobber, der ein Jahr lang tätig ist, eine monatliche Rente von 3,11 Euro, wie es in dem Bericht heißt. Nach 45 Versicherungsjahren betrage der Anspruch auf Altersgeld auf Grundlage der heutigen Werte 139,95 Euro.

Laut „Süddeutscher Zeitung“ haben 7,4 Millionen Menschen in Deutschland eine Stelle auf 400-Euro-Basis, für die sie keine Steuern und Sozialabgaben zahlen müssen. Davon seien Mitte 2011 knapp 4,65 Millionen Frauen gewesen. Gut zwei Drittel von ihnen hätten ausschließlich diesen Minijob gehabt.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Geringverdienern von 2013 an mit der Zuschussrente helfen. Davon sollen auch Minijobber profitieren, sofern sie selbst Beiträge zahlen, genügend Versicherungsjahre vorweisen können und von 2014 an zusätzlich privat oder betrieblich vorsorgen. Ihre Rentenansprüche würden sich dadurch auf etwa 365 Euro verdoppeln, schreibt die „Süddeutsche“. Ohne andere Einkünfte wären die Frauen dann auf die staatliche Grundsicherung von im Schnitt 688 Euro angewiesen.

dpa

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