Millionen-Programm gegen Fachkräftemangel

+
Fachkräfte sind auch in Bayern Mangelware, jetzt wollen die Unternehmen gegensteuern.

München - Bayerns Unternehmen gehen die Fachkräfte aus - mit einem millionenschweren Aktionsprogramm wollen die Arbeitgeberverbände nun gegensteuern:

Bayerns Unternehmen stemmen sich mit einem millionenschweren Aktionsprogramm gegen den Fachkräftemangel. Bis 2013 investieren die Unternehmen rund 40 Millionen Euro, wie die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) am Donnerstag in München mitteilte. Die Arbeitgeberverbände wollen die Beschäftigungschancen etwa von Ingenieuren verbessern und diese gezielt fördern.

“Für uns ist klar, dass wir die Herausforderung der Fachkräftesicherung nur umfassend mit einer verzahnten Strategie bewältigen können“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Der Arbeitskräftemangel sei schon heute in vielen Unternehmen deutlich spürbar. Bis 2015 fehlten im Freistaat mehr als 500 000 Fachkräfte und Ingenieure, sagte Brossardt.

Die Aktion “Wir in Bayern“ startet mit einem Modellprojekt, das Frauen nach einer Babypause oder Erziehungszeit den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern soll. In Workshops erhalten Akademikerinnen etwa ein Bewerbungstraining und werden im Umgang mit Computern geschult. Laut vbw können bayernweit rund 160 Frauen an dem Förderprojekt teilnehmen.

Andere Maßnahmen zielen darauf ab, Fachkräfte und Ingenieure im Ausland zu finden sowie Jugendliche mit Hauptschulabschluss zu fördern und ihnen eine Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie zu ermöglichen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Warum Apple eine Pizzabox patentieren ließ
Warum Apple eine Pizzabox patentieren ließ
Nach Shitstorm: McDonald‘s zieht Werbekampagne zurück
Nach Shitstorm: McDonald‘s zieht Werbekampagne zurück
Wegen WhatsApp: EU verhängt Mega-Strafe gegen Facebook
Wegen WhatsApp: EU verhängt Mega-Strafe gegen Facebook
Mitarbeiter klagen gegen BMW: Muss der Auto-Hersteller nachzahlen?
Mitarbeiter klagen gegen BMW: Muss der Auto-Hersteller nachzahlen?

Kommentare