Millionenklage gegen Evonik zurückgenommen

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Eine Millionenklage gegen den Essener Mischkonzern Evonik wegen angeblicher Preisabsprachen für das Bleichmittel Wasserstoffperoxid ist fallengelassen worden.

Dortmund/Essen - Eine Millionenklage gegen den Essener Mischkonzern Evonik wegen angeblicher Preisabsprachen für das Bleichmittel Wasserstoffperoxid ist fallengelassen worden.

Das teilte das Landgericht Dortmund am Montag mit. Kläger war die Brüsseler Gesellschaft Cartel Damage Claims (CDC), die zuvor Schadensersatzansprüche von 32 Papierherstellern aufgekauft hatte. Im März 2009 hatte CDC beim Landgericht Dortmund gegen Evonik und fünf andere europäische Chemiekonzerne Klage eingereicht (Aktenzeichen: 13 O 23/09). Bereits am 29. September vergangenen Jahres seien die Schadenersatzforderungen in Höhe von insgesamt mehreren hundert Millionen Euro “ohne Angabe von Gründen“ zurückgenommen worden, teilte das Gericht mit.

Die geschädigten Papierhersteller sollen nach den Vorwürfen durch Absprachen der Industrie zeitweise bis zu 100 Prozent überhöhte Preise für das Bleichmittel bezahlt haben. Die Schadenssumme belaufe sich inklusive Zinsen auf 643 Millionen Euro. Die Sammelklage richtet sich jetzt nur noch gegen die fünf verbleibenden Chemiekonzerne im europäischen Ausland, berichtete ein Sprecher des Landgerichtes.

dpa

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