In der Krise

Bayerns älteste Porzellanfabrik: Jobs in Gefahr?

Tettau/Weiden - Der Rubelverfall in Russland und die Wirtschaftsmisere in Südeuropa haben die Porzellanmarke Königlich Tettau aus Oberfranken in Turbulenzen gebracht.

Nun steht in der ältesten Porzellanfabrik Bayerns ein Personalabbau bevor. Wie viele Stellen in Tettau (Landkreis Kronach) genau wegfallen, wolle man aber zunächst intern mit der Belegschaft klären, sagte Werner Weiherer, Geschäftsführer der Seltmann-Gruppe Weiden, zu der Tettau gehört.

Wenn man Kündigungen aussprechen müsse, werde man versuchen, den Mitarbeitern andere Arbeitsplätze innerhalb der Gruppe anzubieten, sagte er am Mittwoch. In Tettau arbeiten derzeit 60 Beschäftigte. Medienberichte, wonach nur noch 10 Stellen in Tettau erhalten bleiben sollen, wies Weiherer zurück: „Es werden wesentlich mehr sein.“

Königlich Tettau produziere für den Premiumbereich, erläuterte Weiherer. Die Produkte aus dem Frankenwald sind vor allem in Südeuropa und in Russland beliebt - doch dort machen wirtschaftliche Probleme den Menschen zu schaffen, so dass der Absatz des Porzellans aus Tettau eingebrochen ist. Die Fabrik tief im Frankenwald wurde 1794 gegründet. Seit 1957 gehört das Werk zur Weidener Seltmann-Gruppe.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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