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Von "negativ" auf "stabil"

Moody's hebt Ausblick für US-Kreditwürdigkeit an

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Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die US-Kreditwürdigkeit heraufgestuft.

Washington - Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die US-Kreditwürdigkeit heraufgestuft. Gute Nachrichten gibt es auch von der Bonitätsnote der weltweit größten Volkswirtschaft.

Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die US-Kreditwürdigkeit heraufgestuft - von "negativ" auf "stabil". Die Bewertung der Kreditwürdigkeit selbst wurde bei der höchsten Stufe AAA belassen. In der am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung wurde die Höherstufung mit einem überraschenden Rückgang der US-Staatsverschuldung begründet. Die US-Regierung sei auf dem Weg, ihr niedrigstes jährliches Defizit seit fünf Jahren zu erzielen.

Staatsdefizit von 509,8 Milliarden Dollar

Nach Angaben de Finanzministeriums hat in den ersten acht Monaten des US-Haushaltsjahrs das Staatsdefizit 509,8 Milliarden Dollar betragen - 400 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahreszeitraum.

Was machen Ratingagenturen eigentlich genau?

Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Banken oder Staaten und sind damit äußerst einflussreiche, aber auch umstrittene Akteure auf dem Finanzmarkt. © dpa
In ihr Urteil fließen veröffentlichte Zahlen ebenso ein wie Brancheneinschätzungen. Die weltweit bedeutendsten Ratingagenturen sind: Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch. © dapd
Für ihre Einstufungen verwenden die Agenturen Buchstabencodes. Die Skala beginnt bei Standard & Poor's und Fitch etwa mit der Bestnote AAA (Englisch: “Triple A“). Moody's nutzt dieselben Bezeichnungen, schreibt sie aber anders (Aaa). Es folgen AA, A, BBB, BB, B, CCC, CC, C. Die meisten Stufen können mit Plus- und Minuszeichen noch feiner unterteilt werden. © dpa
Ab BB+ beginnt der spekulative Bereich, der auch “Ramsch“ (englisch: Junk) genannt wird. Die Skala reicht bis D, das bedeutet, dass ein Ausfall des Schuldners, also die Pleite, eingetreten ist. Eine mögliche Änderung des Ratings kündigen die Agenturen in aller Regel über den Ausblick “positiv“, “stabil“ und “negativ“ an. © dpa
Je schlechter die Ratingagenturen die Bonität eines Schuldners beurteilen, desto teurer und schwieriger wird es für diesen, sich Geld zu besorgen. Die Refinanzierungskosten steigen, schlimmstenfalls ziehen Geldgeber ihr Kapital ab. © dpa
Am Rating orientieren sich nicht nur Banken, sondern auch andere Investoren. Zuletzt haben Staaten aber trotz einer Herabstufung günstiger Geld bekommen. © dpa
Die Agenturen sind umstritten. Weil sie vor der Finanzkrise Ramschpapiere als sichere Geldanlage anpriesen, wurde ihnen eine Mitschuld an der Krise gegeben. © dapd
In der Euro-Schuldenkrise gerieten sie wieder in die Kritik: Politiker warfen ihnen vor, die Bonität hoch verschuldeter Euro-Länder trotz milliardenschwerer Hilfspakete auf Ramschstatus abgewertet und damit die Krise weiter verschärft zu haben. © dpa

Moody's hatte den Ausblick für die Entwicklung des US-Staatsdefizits vor zwei Jahren auf „negativ“ gesenkt. Sie war aber nie so weit wie die Ratingagentur Standard & Poor's gegangen, die 2011 den USA die Bestnote für Kreditwürdigkeit entzogen hatte. Vergangenen Monat stufte S&P den Ausblick für langfristige US-Staatsschulden höher, blieb bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit aber bei der zweithöchsten Stufe AA+.

ap

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