Autobranche als Job-Motor in München

Autobauer verdienen im Schnitt 70.000 Euro

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Freude am Autobauen: Diese Herren arbeiten bei BMW.

München - Beim Fahrzeugbau in der Region denken alle ab BMW, Audi und MAN. Die Branche aber ist viel größer: 386 Unternehmen gehören in der Metropolregion München dazu.

Direkt und indirekt verdienen 283.000 Menschen zwischen Augsburg und Dingolfing gutes Geld mit ihrer Arbeit. Der gesamte Umsatz wuchs 2012 auf mehr als 80 Milliarden Euro! Das zeigt der neue Fahrzeugbau-Report von IHK und Stadt. „Das ist der wichtigste Industriezweig in der Metropolregion“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. Und Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) freut sich, dass viele Unternehmen wegen der Fachkräfte in die Stadt ziehen. Auto-Stadt München: Motor der ganzen Region!

Tatsächlich arbeiten zwei von drei Autobauern bei BMW, Audi oder MAN – also rund 85.000 der 128.500 direkt im Fahrzeugbau Beschäftigten. Tendenz steigend! Doch zur Branche gehören auch Bus- und Nutzfahrzeughersteller wie EvoBus, Fendt, Meiller oder Kögel und natürlich die Zulieferer wie Infineon, Bosch, Valeo, Knorr-Bremse, Osram oder Webasto. Insgesamt geht die Studie von mehr als einer Viertelmillion Arbeitnehmern aus – vom Schrauber zum High-Tech-Ingenieur.

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Untersucht wurde die Metropolregion München, die umfasst die Landhauptstadt und Oberbayern, Schwaben sowie die niederbayerischen Landkreise Landshut und Dingolfing-Landau. Weil in Schwaben die Fertigung am stärksten vertreten ist, liegen die Gehälter der eher geringer Qualifizierten unter dem Durchschnitt. Die Oberbayern verdienen mit mehr als 69.000 Euro brutto im Jahr am meisten. In der Stadt liegen die Gehälter wegen der großen Forschungszentren nach Auskunft der Forscher sogar über 70.000 Euro!

Die Unternehmen sind voll des Lobes für den Standort: Lebensqualität und Infrastruktur bewerten sie am höchsten, Gewerbesteuer, Bürokratie, Personalkosten und die Preise für Büros und Gewerbe am schlechtesten. Wirtschaftsreferent Reiter ist insgesamt zufrieden, warnt aber auch vor den Negativ-Faktoren: „Hier ist ein Niveau erreicht, das über die üblichen ,Wachstumsschmerzen’ in Boomregionen hinausgeht.“ Darum müssten auch ausreichend Flächen für Gewerbe und Büros ausgewiesen werden.

David Costanzo

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