Dieser Münchner will Tausende Schlecker-Jobs retten

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Der Münchner Investor Michael Schumann

München - Kommt aus München die Rettung Tausender Schlecker-Beschäftigter? DUBAG-Chef Michael Schumann will investieren. Der tz erklärt er seine Pläne mit den Tochterfirmen.

Die hier ansässige Deutsche Unternehmensbeteiligungen AG (DUBAG) will die Schlecker-Tochterfirmen IhrPlatz und Schlecker-XL übernehmen. Damit gäbe es einen Hoffnungsschimmer für zumindest 5000 der rund 13 200 Schlecker-Mitarbeiter. Das Geschäft im Detail: Die 342 XL-Märkte werden zu IhrPlatz-Filialen umgewandelt und den bereits bestehenden 490 Geschäften zugeschlagen. Die DUBAG hat IhrPlatz bereits gekauft. Der Übernahme müssen allerdings die Schlecker-Gläubiger und das zuständige Insolvenzgericht in Ulm zustimmen. Mit den Genehmigungen sei kurzfristig zu rechnen, sagte DUBAG-Chef Michael Schumann am Sonntag der tz. Sein Plan: Keine Stellenstreichungen in der Zentrale wie in den Filialen! „Im Gegenteil, wir wollen den Mitarbeiterstamm aufbauen“, sagte der 50-Jährige.

Die DUBAG ist auf den Erwerb und die Gesundung von Unternehmen spezialisiert, die in Schwierigkeiten stecken. Firmenchef Schumann ist schon lange als Investor im Geschäft. Von den seit der DUBAG-Gründung 2009 erworbenen drei Unternehmen konnte die Beteiligungsfirma zwei wieder verkaufen. IhrPlatz wäre der bislang dickste Fisch an der Angel des Verwerters. Und wohl die letzte Hoffnung der Beschäftigten ... ´

MPB

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