App für jedes Smartphone

Münchner Start up will Klimaanlagen vernetzen

München - Das Münchner Start-up Tado will mit der Vernetzung von Klimaanlagen großen internationalen Rivalen zuvorkommen.

Die Firma sammelte für ihr Gerät bis Mittwoch 200 000 Euro bei der Finanzierungsplattform Kickstarter ein. Rund die Hälfte der Summe kam von der US-Ostküste und vor allem aus New York, wie Mitgründer und Chef Christian Deilmann der dpa sagte. Weiteres Ziel sei Singapur.

Tado entwickelte ein Zusatzgerät, das rund 80 Prozent der weltweit installierten Klimaanlagen über ein Smartphone steuerbar macht. Es schaltet die Klimaanlage automatisch ab, wenn die Bewohner das Zuhause verlassen. Wenn sie sich ihrem Heim wieder nähern, sollen die Räume wieder rechtzeitig vorgekühlt werden. Wenn man sich im Haus bewegt, kann das Gerät die Temperatur in den Zimmern anpassen.

Tado rüstet seit dem Start 2011 Heizungen für die Bedienung per Smartphone auf. Mit dem Gerät für Klimaanlagen rückt die Firma in einen neuen Markt vor und greift dabei auch die kalifornische Firma Nest an, die bisher den Löwenanteil der Aufmerksamkeit in dem Geschäft bekam. Google hatte Anfang des Jahres 3,2 Milliarden Dollar für Nest bezahlt.

Das Finanzierungsziel bei Kickstarter lag bei 150 000 Euro und wurde bereits vor einigen Tagen erreicht. Über die Internet-Finanzierung habe Tado das Gerät bekannter machen und auch herausfinden wollen, wo der Bedarf am größten sei, sagte Deilmann.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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