Musikindustrie sieht Grund zu Optimismus

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Downloads bescheren der Musikindustrie wieder bessere Umsatzahlen.

London - Nach 15 Jahren Durststrecke steht die Musikindustrie nach eigener Einschätzung weltweit vor einer Kehrtwende zu neuem Wachstum. Downloads und streamings bremsen die Negativentwicklung.

Die Umsätze in der Branche seien im vergangenen Jahr nur noch um drei Prozent gesunken, sagte die Vorsitzende des Internationalen Verbandes der Musikunternehmen (IFPI), Frances Moore, am Montag in London. Der Rückgang bei den CDs werde immer mehr vom Anstieg bei den Downloads und Streamings aufgefangen.

„Wir haben allen Grund zum Optimismus“, sagte Moore. „Aber es gibt noch viel zu tun“, betonte sie mit Blick auf den Kampf gegen die Online-Piraterie.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa

In Deutschland waren die Umsätze beim Verkauf von Tonträgern 2011 erstmals seit 1997 nicht mehr weiter gesunken. Der Verkauf von CDs, der nach wie vor das Rückgrat der Branche bildet, ging nur um 2,2 Prozent zurück. Dafür stiegen die Downloads um fast 30 Prozent.

Weltweit wurden im vergangenen Jahr 16,2 Milliarden US-Dollar (12,44 Milliarden Euro) mit dem Verkauf von Musik umgesetzt, nach 16,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010. Der Verkauf von CDs ging um 9 Prozent auf knapp 11 Milliarden Dollar zurück. Dafür stieg der Verkauf digitaler Musik um 8 Prozent und durchbrach mit 5,2 Milliarden US-Dollar erstmals die Fünf-Milliarden-Grenze.

dpa

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