Netzagentur: Kritik an Strompreiserhöhungen

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Der Wechsel zu günstigeren Stromanbietern ist unkompliziert.

München - Die Stromkonzerne haben sich bei den jüngsten Preiserhöhungen nach Ansicht der Bundesnetzagentur zu Unrecht auf höhere Ökostromkosten berufen.

Nach Berechnungen der Behörde macht die zunehmende Einspeisung erneuerbaren Stroms nur einen Bruchteil des Strompreises aus. “Wir kommen auf 0,2 Cent je Kilowattstunde“, sagte Behördenchef Matthias Kurth der Süddeutschen Zeitung. “Da stimmt etwas nicht.“

Viele Versorger agierten unredlich, kritisierte Kurth. So zögen die Unternehmen als Begründung für die Preiserhöhungen zwar den wachsenden Ökostromanteil heran. Dass gleichzeitig die Börsenpreise für Strom gefallen seien, bleibe unerwähnt. Die Branche habe offenbar aus “kommunikativen Fehlern der Vergangenheit“ nicht gelernt. Die Verbraucher rief Kurth dazu auf, sich nach günstigeren Anbietern umzusehen. “Eigentlich ist jetzt die Stunde des Kunden.“

Ähnlich hatte sich vor einer Woche Bundesumweltminister Norbert Röttgen geäußert, der hinter den Preiserhöhungen vieler Stromversorger lediglich wirtschaftliche Interessen sieht.

AP

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