Gekauft, verstaubt und vergessen

Neue Studie zeigt: Das sind die Einkaufsflops der Deutschen

München - Die Deutschen sind nicht nur Schnäppchenkönige, sie geben auch jede Menge Geld für Einkaufsflops aus! 40 Prozent der Befragten machten einen Fehlgriff - und das sind die Fehlgriffe.

Allein in den letzten zwölf Monaten eine Summe von 3,7 Milliarden Euro! Umgerechnet sind das rund 140 Euro pro Jahr, die jeder von uns statistisch für Fehlkäufe ausgibt. Ganz vorne in der Liste: Kleidung und Accessoires (wie zum Beispiel Wintermäntel und Schuhe). Das geht aus einer Studie hervor, die die Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag der Barclaycard von Juli 2015 bis August 2016 durchgeführt hat. Befragt wurden dafür 2000 Frauen und Männer.

Über 40 Prozent räumten ein, dass sie etwas für sich oder ihre Familie gekauft haben, das ihnen dann doch nicht gefallen oder gepasst hat und das deshalb schon nach kurzer Zeit im Schrank, im Keller oder auf dem Dachboden landete. Weiterverkauf? Daran denken nur wenige: Knapp 30 Prozent behalten den Fehlkauf, 26,6 Prozent schenken die Sachen weiter, 14,9 Prozent werfen sie einfach in den Müll, 12,4 Prozent spenden sie – und rund 16 Prozent versuchen, die Sachen auf dem Flohmarkt oder per Online-Auktion loszuwerden.

Nach Kleidung und Accessoires (51,1%) folgen in der Flop-Hitliste Haushaltsgeräte (19,4%), Bücher, DVDs und CDs (17,1%), Unterhaltungselektronik (z. B. Spielekonsole, Smartphones 12,7%), Sport- und Freizeitausstattung (z. B. Skier, Skateboards 12,6%), Inneneinrichtung (z. B. Deko-Artikel, 10%) und Kinderkleidung (10%). 

Die Einkaufsflops haben übrigens nicht nur Folgen fürs Haushaltsbudget – immerhin vier Prozent geraten durch sie in eine finanzielle Schieflage. Sie sorgen auch für reichlich Emotionen: 73,8 Prozent ärgern sich (60 Prozent übrigens unabhängig davon, wie teuer das ungeliebte Stück war). Und bei jedem Zehnten knallt’s nach einem Fehlkauf zu Hause – entweder mit dem Partner oder gleich mit der ganzen Familie.

Die gute Nachricht zum Schluss: Im Bereich Kinderausstattung haben die Deutschen ein gutes Händchen. Wenn’s um Buggys und Rutschautos für die Kleinen geht, liegen die Käufer fast immer richtig. Hier liegt die Fehlkaufquote nur bei 2,6 Prozent. Oder liegt das daran, dass sich die Nutzer noch nicht wirklich beschweren können …

Rubriklistenbild: © dpa

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