Neuer Hausärztevertrag mit AOK gescheitert

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Die Verhandlungen zwischen der AOK und dem Bayerischen Hausärzteverband über einen neuen Hausarztvertrag sind nach Angaben der Kasse gescheitert.

München - Die Verhandlungen zwischen der AOK und dem Bayerischen Hausärzteverband über einen neuen Hausarztvertrag sind nach Angaben der Kasse gescheitert.

Der Hausärzteverband habe das Vertragsangebot der AOK endgültig abgelehnt, teilte die AOK Bayern am Donnerstagabend in München mit. “Die AOK bedauert, dass damit dem Bemühen um eine einvernehmliche vertragliche Lösung kein Erfolg beschieden war.“

Nun muss möglicherweise in einem Schiedsverfahren entschieden werden, wie ein neuer Hausarztvertrag aussehen soll. Beim Hausärzteverband war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Gespräche hatten sich seit längerem hingezogen.

Die AOK, die mit 4,3 Millionen die mit Abstand größte Zahl von Versicherten in Freistaat hat, hatte im vergangenen Dezember wie die meisten anderen gesetzlichen Kassen ihren Sondervertrag mit dem Hausärzteverband gekündigt. Der Vertrag garantiert den Medizinern höhere Honorare für die Behandlung der Kassenpatienten.

Keine Neuauflage des Systemausstiegs geplant

Vorher hatte der Verband angekündigt, er werde aus Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung das Kassenarztsystem verlassen. Der Systemausstieg ist allerdings gescheitert, und der inzwischen gewählte neue Verbandsvorstand schließt eine Neuauflage ähnlicher Aktionen aus.

Zwischenzeitlich hat zwar die Techniker Krankenkasse in einen neuen Hausarztvertrag eingewilligt. Dies ist jedoch ein Einzelfall, mit anderen großen Kassen wie Barmer, GEK und DAK gibt es ebenfalls noch keine Einigung.

Der Hausärzteverband hatte in der Vergangenheit immer wieder erklärt, die Sonderverträge seien für viele Praxen überlebenswichtig. Die Bundesregierung hatte die Hausarztverträge ursprünglich mit dem Argument propagiert, dass sie die Versorgung der Patienten verbessern.

dpa

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