Neuer VW-Pickup aus Argentinien

+
VW-Pickup: Amarok.

Buenos Aires - Volkswagen hat den ersten selbstentwickelten Pickup seiner Firmengeschichte in Argentinien vorgestellt. Der in Hannover entworfene Amarok wird nur im Werk Pacheco produziert.

80 Prozent der geplanten Jahresproduktion von 90 000 Einheiten sollen exportiert werden. “Wer wie VW die Nummer Eins weltweit im Automobilbau werden will, muss in allen Marktsegmenten vertreten sein“, sagte der Chef von VW Argentinien, der frühere österreichische Bundeskanzler Viktor Klima. Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner dankte VW für das Vertrauen in den Standort Argentinien. “Dies ist ein Beweis des Vertrauens“, sagte die Staatschefin vor hunderten geladenen Gästen und Autoarbeitern in Pacheco. “Es ist der erste Wagen, der in Argentinien produziert wird und in alle Welt exportiert wird“, fügte Kirchner hinzu.

Lesen Sie auch:

Katar wird VW-Großaktionär

Der Amarok, was in der Sprache der Inuit Wolf bedeutet, soll im Frühjahr 2010 zunächst in Südamerika auf den Markt kommen. Im romanischen Sprachraum liest sich der Name auch als “der die Steine liebt“. Im Sommer 2010 ist der Verkaufsstart auch in Europa geplant. Der robuste Pritschenwagen mit einer großen Ladefläche und zunächst mit Doppelkabine soll auch in Russland, Afrika und Australien angeboten werden. VW will mit dem Amarok in die weltweiten Pickup-Märkte eintreten, die bislang überwiegend von japanischen Herstellern dominiert werden.

Den ersten großen Auftritt soll der Amarok als offizielles Begleitfahrzeug der Rallye Dakar vom 2. - 17. Januar in Argentinien und Chile haben. Nach Angaben von Klima liegt der Verbrauch des Amarok unter acht Liter Diesel je 100 Kilometer. Für den Aufbau der Produktion seien in Argentinien umgerechnet etwa 300 Millionen Euro investiert worden. Insgesamt würden mehr als 1000 neue Arbeitsplätze bei VW geschaffen. Einschließlich der Zulieferer seien es etwa 10 000 neue Arbeitsplätze, fügte Klima hinzu. VW festige damit auch seine Position als größter Autobauer in Argentinien.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Air Berlin ist insolvent - Das passiert mit gültigen Flugtickets
Air Berlin ist insolvent - Das passiert mit gültigen Flugtickets
Immer mehr Zwischenfälle: Ryanair plant radikalen Schritt
Immer mehr Zwischenfälle: Ryanair plant radikalen Schritt
Studie für Geringverdiener: So unfair ist das Steuersystem
Studie für Geringverdiener: So unfair ist das Steuersystem
Fipronil-Skandal: Ausmaß offenbar weitaus größer als angenommen
Fipronil-Skandal: Ausmaß offenbar weitaus größer als angenommen

Kommentare