Wii-U-Absatz enttäuschte

Nintendo: Millionen-Verlust statt Gewinn

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Nintendo hatte es mit seiner Konsole schwer.

Tokio - Der japanische Spiele-Spezialist Nintendo hat nach schwachen Verkäufen seiner Konsole Wii U die Prognose für das laufende Geschäftsjahr zusammengestrichen.

Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem Verlust von 25 Milliarden Yen (176 Mio Euro) statt des angekündigten Gewinns von 55 Milliarden Yen.

Die Erwartungen für den Geräte-Absatz kappte Nintendo am Freitag radikal: Statt neun Millionen Wii-U-Konsolen dürften in dem noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr nur 2,8 Millionen verkauft werden. Schon nachdem in den ersten sechs Monaten nur 460.000 Geräte verkauft worden waren, zeichnete sich ab, dass das Ziel kaum zu halten sein wird. Gemessen daran muss das Weihnachtsgeschäft trotz der Konkurrenz neuer Konsolen von Sony und Microsoft noch relativ versöhnlich verlaufen sein. Dennoch halbierte Nintendo die Prognose für den Absatz von Wii-U-Spielen auf 19 Millionen Stück.

Bei der mobilen Konsole 3DS senkte Nintendo die Absatz-Erwartung von 18 auf 13,5 Millionen Geräte. Die Umsatzprognose kappte der Konzern von 900 auf 590 Milliarden Yen (von 6,3 auf 4,1 Mrd Euro). Nintendo hofft, den Absatz mit neuen Spielen wie der nächsten Version des traditionsreichen Renn-Games „Mario Kart“ noch anzukurbeln.

Nintendo hatte mit der Vorgänger-Konsole Wii im Jahr 2006 einen Überraschungshit gelandet. Das günstige Gerät krempelte mit seiner neuartigen Bewegungs-Steuerung die Branche um und lockte auch viele Gelegenheitsspieler an. Inzwischen wurden rund 100 Millionen Geräte verkauft. Bei der Wii U wurde zusätzlich zu HD-Grafik ein Tablet-ähnliches Steuergerät eingeführt, die Kunden waren jedoch bisher wenig beeindruckt.

Zudem wurde das Weihnachtsgeschäft von den neuen Konsolen der Konkurrenz beherrscht: Im November brachte Sony die Playstation 4 auf den Markt und Microsoft die Xbox One. Nach bisherigen Zahlen hatte Sony in den ersten Wochen die Nase vorn: Sony verkaufte bis Jahresende 4,2 Millionen Geräte und Microsoft kam auf gut drei Millionen. Allerdings gab es bei beiden Konsolen zeitweise Engpässe im Handel.

dpa

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