Opec-Treffen gescheitert: Ölpreis steigt massiv

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Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Ponca City. Nach dem gescheiterten OPEC-Treffen ist der Ölpreis in die Höhe geschossen.

Wien - Der Ölpreis ist in die Höhe geschossen, nachdem das Förderkartell OPEC am Mittwoch seine Fördermenge überraschend unverändert gelassen hat.

US-Öl verteuerte sich um 1,25 Dollar auf über 100 Dollar das Barrel, Nordseeöl legte sogar um 2 Dollar zu auf zeitweise über 118 Dollar.

OPEC-Generalsekretär Abdullah al Badri sagte in Wien, die Mitglieder hätten sich nicht auf eine Produktionssteigerung einigen können. Saudi-Arabien und weitere einflussreiche Golfstaaten hatten sich für eine Anhebung eingesetzt, um die Märkte zu beruhigen.

Gegen diese Haltung setzte sich der Iran durch, der zweitgrößte Produzent innerhalb der Organisation Erdöl exportierender Länder. Iran hatte schon vorher gegen ein Aufdrehen der Pumpen Stimmung gemacht.

Die öffentlich bekannt gewordenen Meinungsverschiedenheiten bei der OPEC-Sitzung sind völlig unüblich. Bisher hatten die Öl-Länder stets zu einem Kompromiss gefunden.

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

Begründungen für Benzinpreise
Es scheint, als würden die Ölkonzerne immer eine "Ausrede" für steigende Benzinpreise finden. Einige skurille Begründungen hat beispielsweise der Ökonom Martin Kapp auf webjournal.ch zusammengestellt. © dpa
Begründungen für Benzinpreise
 © Quelle: webjournal.ch
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Experten hatten bei der Sitzung am Mittwoch in Wien eine Erhöhung der Förderquote der zwölf Mitgliedstaaten erwartet, weil sich das mächtige Saudi-Arabien in der Regel durchsetzt. Die Saudis wollten die Produktion erhöhen, damit die hohen Ölpreise nicht die Weltkonjunktur abwürgen.

Allerdings fördern die meisten OPEC-Länder an ihrer Leistungsgrenze und würden von höheren Produktionsmengen nicht profitieren. Saudi-Arabien ist eines der wenigen Länder, das noch Kapazität frei hat.

Die OPEC will nun innerhalb von drei Monaten erneut zusammenkommen, um über die Fördermenge zu beraten.

Zuletzt stieg der Ölpreis von Januar bis April um 25 Prozent, verursacht durch eine größere Nachfrage und einem Rückgang der Fördermenge durch die Volksaufstände in Nordafrika und dem Nahen Osten.

dapd

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