Opel verlagert Astra-Produktion früher als geplant

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Die Produktion des Kleinwagens Astra verlagert Opel vom Stammsitz in Rüsselsheim nach Polen

Rüsselsheim - Der defizitäre Autobauer Opel zieht die Fertigung seines wichtigsten Modells Astra nach dpa-Informationen einige Monate früher als bisher geplant aus Rüsselsheim ab.

Schon von Anfang 2015 an werde das Erfolgsmodell nur noch im britischen Ellesmere Port und im polnischen Gliwice (Gleiwitz) vom Band rollen, sagte ein Insider und bestätigte damit einen Bericht des „Handelsblatts“ (Freitag).

Entgegen früherer Pläne werde die aktuelle Generation des Astra-Fünftürers nicht bis zu ihrem Auslaufen am Stammsitz gebaut. Stattdessen werde die Fertigung im günstigsten Opel-Werk Gliwice hochgefahren. Nach den ursprünglichen Plänen sollte der Wagen noch bis zum Ende der aktuellen Serie in der zweite Jahreshälfte 2015 in Rüsselsheim gebaut werden. Erst das Nachfolgemodell sollte außerhalb Deutschlands vom Band rollen.

Hintergrund ist das vorgezogene Aus der Zafira-Fertigung in Bochum schon Anfang 2015. Die Produktion des Familienwagens wird nach Rüsselsheim verlagert. „Das Unternehmen will die freien Kapazitäten in Polen nicht ungenutzt lassen“, hieß es in Konzernkreisen. Damit sei klar, dass nicht der hessische Stammsitz vom vorgezogenen Aus des Bochumer Werks profitiere, sondern der Standort in Polen.

Für die Belegschaft in Rüsselsheim ändere sich nichts, betonte ein Opel-Sprecher: „Mit der Entscheidung, den Zafira Tourer ab 2015 im Rüsselsheimer Stammwerk zu bauen, werden wir für die Rüsselsheimer Beschäftigten einen gleichmäßigen Übergang sichern und ihnen ermöglichen, mit Insignia und Zafira Tourer zwei Top-Fahrzeuge des Opel-Portfolios zu bauen.“ Die genauen Details des Übergangs von Astra zu Zafira Tourer würden noch abgestimmt.

dpa

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