Energiekrise

Pakistan: Milliarden-Deal für Flüssigerdgas mit Katar

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In Schiffstanks wie diesem wird Flüssigerdgas transportiert.

Islamabad - Um seine massiven Energieprobleme zu lösen, unterzeichnet Pakistan am Mittwoch in Katar einen Milliarden-Vertrag zur Lieferung flüssigen Erdgases. 

15 Milliarden Dollar will das Land auf 15 Jahre bezahlen, um jährlich bis zu 3,5 Millionen Tonnen zu importieren. „Das ist der größte Energievertrag, den Pakistan jemals geschlossen hat“, sagte der Minister für Öl und natürliche Ressourcen, Shahid Khaqan Abbasi, der Deutschen Presse-Agentur. Der Import per Schiff zu Flüssigerdgas-Terminals in Karachi könne innerhalb eines Monats beginnen. 

Pakistans Energiekrise begann schon vor fast einem Jahrzehnt. Der Internationale Währungsfonds (IMF) betont, dass sie eines der größten Hemmnisse für das Wachstum sei. Experten schätzen, der Energiemangel koste das Land jährlich zwei Prozent seiner Wirtschaftsleistung.

Der pakistanische Energieexperte Gulfaraz Ahmed sagte, der Import von katarischem Flüssigerdgas könne auf einen Schlag 25 Prozent der Lücke in der Energieversorgung füllen. Ein Resultat sei, dass die täglichen Stromausfälle bis Ende 2017 weitgehend Geschichte würden, weil das Gas helfe, tausende Megawatt an elektrischer Leistung extra bereitzustellen. Das werde der Wirtschaft helfen zu wachsen.

Abbasi kündigte weitere Verträge an, unter anderem mit Russland. Flüssiges Erdgas (LNG) gilt weltweit als mögliche „Brückenlösung“ beim Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien. Es gibt auch in anderen Regionen Pläne, es mit speziellen Tankern von den Förderländern zu den Abnehmerländern zu transportieren.

dpa

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