Mehr als 1,5 Milliarden Euro

CSU plant Digitalisierungsoffensive

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CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer (rechts, hier mit Horst Seehofer) will die Digitalisierung vorantreiben.

München - Die CSU plant eine Digitalisierungsoffensive und will dafür mehr als 1,5 Milliarden Euro investieren. Die Fraktion werde mit der Regierung ein entsprechendes Konzept erarbeiten.

Die CSU wird die bislang eingeplanten 1,5 Milliarden Euro für die Digitalisierung voraussichtlich noch einmal erhöhen. Das stellte CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer am Freitag in Aussicht - dem Tag des IT-Gipfels von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Unternehmen und Fachleuten. „Die Fraktion wird in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung eine Digitalisierungsoffensive erarbeiten, deren erste Schritte auch schon im Doppelhaushalt 2015/2016 Wirklichkeit werden“, erklärte Kreuzer.

Schnelles Internet und digitale Medien in Schulen

Das Schlagwort von der „Digitalisierung“ hat mehrere Bedeutungen: vom Ausbau des schnellen Internets über die von vielen Fachleuten erwartete Umwälzung der klassischen Industrie bis zur Einführung digitaler Medien in den Schulen. Viele Experten sagen voraus, dass die nächste Stufe der digitalen Revolution die etablierte Industrie gründlich umkrempeln wird.

„Wir müssen jetzt Gas geben, denn jetzt geht es an die Industrien, in denen wir stark sind“, sagte Markus Blume, der Digitalfachmann der CSU-Fraktion. Bayern habe dabei gute Startchancen - andererseits dürfe die nächste Welle der Digitalisierung nicht verpasst werden. „Es gibt kein sicheres Geschäftsmodell mehr“, sagte Blume. Sehr erfreulich aus CSU-Sicht: „Der neuesten EU-Kommissionsstudie zufolge ist München der europäische IT-Leuchtturm. Mit 100 von 100 möglichen Punkten erreichte München den ersten Platz, vor London und Paris“, sagte Blume.

dpa

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