Telekommunikation

Preise für Telefon und Internet: Nichts wie raus aus den alten Tarifen!

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Auch wenn es lästig ist: Nehmen Sie sich Zeit für die Suche nach einem günstigen Telefontarif.

Ein oft unterschätzter Kostenfaktor im Haushalt ist die Telekommunikation. Unser Mulitmedia-Experte Jörg Heinrich erklärt in dieser Folge, worauf Sie bei der Kontrolle Ihrer Verträge achten müssen.

Die meisten Menschen sind froh, wenn ihr Festnetz und DSL funktionieren und lassen ihren Vertrag einfach immer weiter laufen - ähnlich sieht es bei Handyverträgen aus. Durch diese Bequemlichkeit verlieren Verbraucher täglich eine Menge Geld. Denn die Preise für Telefon und Internet fallen stetig -  wer einen alten Vertrag hat, zahlt meist zu viel für zu wenig Leistung. 

1. Misten Sie aus: 

Je älter ein Vertrag für Telefon, Internet oder Handy ist, desto teurer ist er meistens. Denn die Provider locken am liebsten neue Kunden mit Topp-Preisen an – und lassen alte, überteuerte Verträge so lange weiterlaufen, bis sich der Kunde von selbst meldet. Kaum zu glauben: Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor Verträgen, bei denen Sie bis heute Miete für alte Wählscheiben- oder Tastentelefone bezahlen. Und es gibt immer noch Tarife, die nach Minuten abrechnen, und bei denen lange Gespräche sündteuer werden. Prüfen Sie unbedingt Ihre Verträge und Ihre monatlichen Kosten. Früher waren 60 bis 80 Euro im Monat für Telefon/DSL und 50 bis 60 Euro fürs Handy normal, heute sind das Wucherpreise. Wenn Sie immer noch so viel bezahlen, sollten Sie schnell handeln. Die günstigsten Preise für Telefon/Internet liegen heute bei rund 20 Euro im Monat (z. B. M-net, 1&1), und für Handy- Normalverbraucher bei 6,50 Euro (z. B. Simply).

2. Telefon und DSL kündigen: 

Handytarife werden immer günstiger.

Den Vertrag zu kündigen, lohnt sich nicht nur wegen eines günstigeren Tarifs und möglicher Wechselprämien. Als Neukunde genießen Sie außerdem zahlreiche Vorteile wie reduzierte Kosten in den ersten Monaten sowie neue und bessere Hardware. Die optimale Reihenfolge: Prüfen Sie zunächst Ihre Kündigungsfrist. Drei, vier Monate vor Vertragsende sollten Sie sich einen Provider und Ihren Wunschtarif aussuchen, zum Beispiel mit den Tarifvergleichen von verivox.de oder billiger-surfen.de. Setzen Sie sich mit dem neuen Provider in Verbindung – und überlassen Sie ihm die Kündigung, die Rufnummernmitnahme und die Terminabsprachen. Angst, eine Zeitlang ohne Telefon und Internet dazustehen, müssen Sie nicht mehr haben. Denn wenn’s nicht rechtzeitig klappt, überbrücken die meisten Provider die Lücke mit einer Mobilfunklösung. Sie müssen übrigens nicht einmal den Anbieter wechseln. Wenn Sie bei Telekom, Vodafone & Co. kündigen, können Sie auch dort mit einem neuen Vertrag viel bessere Konditionen herausschlagen.

3. Der richtige neue DSL-Anschluss: 

Um heute komfortabel und schnell zu surfen, sind 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ein sinnvolles Minimum, die Werbung spricht hier von DSL 16.000. Wenn Sie per Internet fernsehen wollen, brauchen Sie mindestens 25 Mbit/s. Und je mehr Personen bei Ihnen daheim gleichzeitig im Netz sind, desto dicker muss die Leitung sein, um nicht ins Stocken zu kommen. Für eine vierköpfige Familie sind 50 Mbit/s empfehlenswert. Ob Sie Kabelfernsehen gleich im Paket dazubuchen, sollten Sie sich gut überlegen. Denn mit dem neuen DVB-T2 HD können Sie erstmals auch scharfes HD-Fernsehen kostenlos und mit Zimmerantenne empfangen. Receiver gibt’s ab 40 Euro, der Probebetrieb läuft bereits. Und Ende März 2017 startet die neue Technik mit rund 40 Sendern dann auch offiziell – noch eine Möglichkeit, Geld zu sparen.

4. Handyvertrag kündigen: 

Vorteile und Ablauf sind mit dem Kündigen von Telefon und DSL vergleichbar. Auch hier können Sie einen neuen Provider mit der Kündigung beauftragen oder den Vertrag selbst beenden. Ein Musterformular finden Sie beim Fachmagazin Chip: bit. ly/handykuendigen. Wenn Sie bei der gleichen Firma Mobilfunkund Festnetzkunde sind, kann es sich statt einer Kündigung übrigens lohnen, die beiden Verträge zusammenzulegen. Bei der Telekom heißt dieses Paket beispielsweise MagentaEins – und Sie können damit in aller Regel 30 bis 40 Prozent sparen.

5. Der richtige neue Handytarif: 

Wie gerade auf der tz- Multimediaseite beschrieben, hängt der ideale neue Vertrag oder Prepaid-Tarif davon ab, wie Sie telefonieren, simsen und surfen. Wenignutzer kommen schon mit vier Euro im Monat aus (Freenet Freesmart 500). Und selbst WhatsApp-Profis sind mit knapp 12 Euro dabei (BigSim LTE Mini SMS 1 GB). Ein Datenvolumen von 500 MB im Monat reicht den meisten. Vielsurfer wählen besser einen Tarif mit 1 GB. Achten Sie darauf, dass das Nachbuchen vor Monatsende nicht zu teuer ist – beispielsweise 2 Euro für nur 100 MB können ganz schön ins Geld gehen.

von Jörg Heinrich

Google stellt Pixel-Smartphones mit Assistenten vor

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Eloxiertes Aluminiuem, abgerundete Ecken und auf der Rückseite der Fingerabdruckscanner und ein G für Google: So sehen die neuen Pixel-Smartphones aus. Foto: Google © Google
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