Preisrutsch

Milchpreise fallen weiter

München - Schlechte Nachrichten für Bayerns Milchbauern: Die Milchpreise sollen weiter stark sinken. Das teilte das Agrarministerium mit.

Der Preisrutsch bei der Milch wird sich den kommenden Monaten noch beschleunigen. So schätzt das Agraministerium die Situation ein.  Für Anfang 2015 werde mit einem weiteren deutlichen Preisrückgang gerechnet, erklärte eine Ministeriumsvertreterin am Mittwoch im Agrarausschuss des Landtags. Die Talsohle werde nach einer Prognose von Experten Ende des zweiten Quartals erreicht sein.

Überangebot an Milch

Im Oktober erhielten die Milchbauern nur noch 36 Cent pro Kilogramm Milch. Im ersten Halbjahr waren es im Schnitt noch 40 Cent gewesen. Ursachen für die sinkenden Preise sind laut Ministerium das Überangebot am Milch, die weltweit hohen Lagerbestände und der russische Importstopp für Milchprodukte aus der Europäischen Union.

Bayern ist mit rund 34 000 Milchbauern der wichtigste Milchproduzent in Deutschland. Rund ein Viertel der Milchmenge kommt von hier.

Die Opposition rief die CSU-Staatsregierung auf, bayerische Bauern besser zu schützen. Nach dem Wegfall der europaweiten Milchquote im kommenden Jahr müsse man ein „ein neues Instrument zur Regulierung finden“, sagte SPD-Agrarexperte Horst Arnold.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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