Kaufhaus kurz vorm Kollaps

Chaos bei Eröffnung von neuer Primark-Filiale

Hamburg - Jetzt hat Hamburg endlich auch seinen eigenen Primark. Mindestens 10.000 Shopping-Wütige sind hocherfreut. Bei der Eröffnung des Mega-Billig-Stores galt die Devise: Keine Scheu vor Körperkontakt!

Jetzt müssen die Hamburger nicht mehr nach Bremen fahren, um sich beim Billigmode-Riesen Primark in einer der langen Schlangen vor Umkleidekabinen und Kassen einzureihen. Seit Donnerstag, den 8. Dezember 2016 können Shopping-Freunde das auch im Hamburger Billstedt-Center tun. Da nämlich öffnete der Mega-Store der irischen Kette für seine Anhängerschaft seine monumentalen Pforten. Es erinnerte schon fast an den Launch eines neuen iPhones oder den Tag vor einem Justin-Bieber-Konzert: Die Menschen versammelten sich schon um 6 Uhr in der Früh vor dem Eingang des Shopping-Centers, um die allerersten im Laden zu sein!

Ganze 66 Kassen, über 60 Umkleidekabinen auf über 6.000 Quadratmetern Ladenfläche, die sich über drei Etagen erstrecken: Das sollte doch reichen, um dem erwartbaren Ansturm gerecht zu werden. Trotzdem wird es wohl, wie in allen anderen Primark-Stores deutschlandweit auch in Zukunft eine Herausforderung bleiben, die Masse der kaufwütigen Kunden in den Griff zu bekommen.

Kunden sind geteilter Meinung

„Ich war eine der ersten, die drin war. Gott sei Dank war es drin nicht so schlimm, dafür haben die ganzen tollen Mitarbeiter/innen gesorgt. Richtig toll! Ich komme gerne wieder zum Shoppen!“ Das schreibt eine begeisterte Kundin, die den Laden trotz Menschenmassen offenbar unbeschadet erreicht hat, auf Facebook.

Ein anderer ist ob der offensichtlich beengten Situation vor den Türen des Billig-Ladens eher weniger angetan und schreibt: „Bevor ich mich da anstelle, bin ich ja schneller in der Filiale Bremen Waterfront.“

Laut der Hamburger Morgenpost sei das Billstedt-Center tatsächlich kurz davor gewesen, zu kollabieren. Am Vormittag waren rund 10.000 Besucher mehr in dem Kaufhaus unterwegs, als an gewöhnlichen Tagen. Angestellte verteilten Wasserflaschen an die Wartenden, und laut der Zeitung wurden Kinderwagen über die Köpfe der Menschen hinweg transportiert.

Angesichts dieser chaotischen Umstände tun Freunde des gemütlichen Shopping-Erlebnisses wohl besser daran, etwas kleineren Läden in der Nachbarschaft einen Besuch abzustatten. Oder man macht es wie diese Kundin und wartet einfach, bis sich der erste Hype gelegt hat. Sie schreibt: „Man kann auch noch ein paar Tage warten. Aber viele denken bestimmt, es gibt heute etwas, was es an anderen Tagen nicht geben wird.“ 

lg

Rubriklistenbild: © AFP

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