Regionale Verankerung

„Eine starke Marke im Markt“

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Bereits seit 1870 residiert die Bank Merck Finck & Co in München. Der Stammsitz befindet sich an der Pacellistraße.

In München hat die Bank Merck Finck & Co ihren Stammsitz. Heute profitieren Anleger von der regionalen Verankerung – aber auch vom internationalen Netzwerk des Hauses.

Rainer Wörz, Leiter der Niederlassung.

Eine Privatbank muss in München schon einiges bieten, um sich von den zahlreichen Wettbewerbern abzusetzen. Merck Finck & Co kann da ein paar Besonderheiten auf die Waagschale legen, mit denen sich das Traditionshaus von anderen Anbietern unterscheidet. Zum einen die Historie: Bereits seit 1870 residiert die Bank in der Stadt. Der Stammsitz befindet sich an der Pacellistraße im Zentrum. Neben den zentralen Abteilungen hat dort auch die Niederlassung München ihren Sitz; insgesamt arbeiten 200 der rund 300 Mitarbeiter in München. „Wir sind eine starke Marke und ein ernstzunehmender Teilnehmer hier im Markt“, betont Rainer Wörz, Leiter der Niederlassung München und Mitglied der Geschäftsleitung Privatkunden. Kunden interessieren sich natürlich nicht nur für Tradition und regionale Verbundenheit. Wörz nennt weitere Merkmale, durch die sich die Bank von anderen Häusern unterscheidet. So zählt sie zu denen, die noch Beratung anbieten, während sich manch ein Vermögensverwalter aus dem durch die Regulierung teurer und aufwändiger gewordenen Geschäft zurückgezogen hat. „Der Aufwand ist erheblich gestiegen“, räumt auch Wörz ein. Aber er weiß, dass viele Anleger nach wie vor Beratung suchen und die Anlageentscheidung dann selbst treffen wollen. „Sie wollen zumindest in die Entscheidung mit eingebunden werden. Diesen Bedarf wollen wir mit unserem Angebot klar Rechnung tragen.“ Beratung oder Verwaltung – Privatanleger legen heute Wert auf Transparenz. „Wir benennen alle Kosten der Geldanlage. Die Vergütungsstrukturen stimmen wir gemeinsam mit unseren Kunden individuell auf deren Bedürfnisse ab“, betont Wörz, der insbesondere die Unabhängigkeit der Bank schätzt. Seit 1999 gehört Merck Finck & Co zum europäischen Privatbankenverbund der KBL European Private Bankers (epb). 2012 übernahm Precision Capital, eine von privaten Investoren aus Katar geführte Holding, den Verbund der KBL. Eine „starke Mutter im Rücken“, aber keine eigene Produktschmiede – so lassen sich nach Überzeugung des Niederlassungsleiters Interessenkonflikte vermeiden: „Bis auf eine überschaubare Anzahl von Konzepten auf Fondsbasis gibt es keine eigenen Produkte.“ Die internationale Verankerung bietet – so Wörz – einen weiteren Vorteil: Die KBL verfolge einen „paneuropäischen Investmentansatz“. Zur Gruppe gehören Banken in mehreren Ländern Europas. Das „Group Asset Allocation Committee“ (GAAC), das zentrale Investmentkomitee, formuliert die Marktmeinung und legt die Anlagestrategie fest. So fließt die gesamte Expertise aller Spezialisten der Gruppe in die Strategie ein, die dennoch Spielraum für regionale Besonderheiten lässt. „Wenn die Gruppe zum Beispiel eine Branche übergewichtet und damit die Linie vorgibt, wählen die Experten vor Ort aus den empfohlenen Titeln die Einzelwerte aus“, erklärt Wörz.

Eine Besonderheit am Markt

Die Kunden der Vermögensverwaltung können sich auch in der Niederlassung München für ein zentrales oder dezentrales Portfoliomanagement entscheiden. Am Markt eine Besonderheit: Die Mandatsform „Individuelles VermögensMandat“. Diese wurde speziell für das dezentrale Portfoliomanagement entwickelt. Dabei stellt ein Team dezentraler Portfoliomanager gemeinsam mit den Kundenbetreuern eine individuelle und persönliche Betreuung der Vermögensverwaltungskunden sicher. Merck Finck & Co hat natürlich noch einiges mehr im Leistungsangebot als die Vermögensverwaltung zu bieten: die Strategische Vermögenplanung, die Stiftungsberatung sowie die Finanzierungs- und Immobilienberatung. Der Fokus liegt aber auf Sachwertanlagen. Dazu zählen auch Immobilien. Anleger interessieren sich vor allem für Investments in der Nähe. „Wir haben den Ball aufgenommen“, sagt Wörz und nennt den offenen Immobilienfonds „Catella Max“ der Immobiliengesellschaft Catella Real Estate AG als Beispiel, der genau diesen Bedarf aufgreift – er investiert in Top-Immobilien in München und den umliegenden Landkreisen und ist auf Basis von Kundenwünschen entstanden. Mit ihrem Angebot hat die Bank offenbar schon viele Kunden überzeugt: Das Geschäft habe sich im ersten Halbjahr „durchweg erfreulich“ entwickelt, bilanziert Wörz. Zum einen habe das verwaltete Vermögen an Wert gewonnen; es wuchs auch durch Erbschaften und zum anderen „empfehlen uns zufriedene Kunden weiter“, freut sich der Niederlassungsleiter.

Jürgen Grosche

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