Bis Ende Oktober terminiert

Mammutverfahren: Schlecker-Prozess wird Monate dauern

+
Schleckers Niedergang soll nun vor Gericht aufgearbeitet werden. Foto: Julian Stratenschulte

Stuttgart (dpa) - Das Verfahren gegen den ehemaligen Drogeriemarktkönig Anton Schlecker wird sich über Monate hinziehen.

Wie das Landgericht Stuttgart mitteilte, ist das Verfahren bis Ende Oktober terminiert. Zunächst sind 26 Verhandlungstage angesetzt. Der 72-Jährige muss sich vom 6. März an wegen vorsätzlichen Bankrotts vor Gericht verantworten.

Neben Schlecker stehen auch seine Frau Christa und seinen beiden Kindern Meike und Lars wegen Beihilfe zum Bankrott vor Gericht. Zwei Wirtschaftsprüfer müssen sich wegen Verletzung der Berichtspflicht verantworten.

Im April hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen Schlecker erhoben. Er soll sein Vermögen demnach auf illegale Weise vor der Pleite vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt und Millionen beiseite geschafft haben. Zudem soll Schlecker 2009 und 2010 den Zustand des Konzerns im Konzernabschluss falsch dargestellt und vor dem Insolvenzgericht unrichtige Angaben gemacht haben.

Schleckers Sohn und Tochter müssen sich auch wegen Insolvenzverschleppung und Untreue verantworten. Sie sollen das Logistikunternehmen LDG als faktische Geschäftsführer um mehrere Millionen Euro geschädigt haben. Auf Bankrott steht eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft oder Geldstrafe, bei besonderes schweren Fällen bis zu zehn Jahren Haft. "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" hatten vor wenigen Tagen über die Eröffnung des Verfahrens berichtet.

Pressemitteilung Schlecker

Auch interessant

Meistgelesen

Uber vertuschte Daten-Diebstahl bei 57 Millionen Nutzern
Uber vertuschte Daten-Diebstahl bei 57 Millionen Nutzern
Deutsche sind Bargeldkönige der Eurozone
Deutsche sind Bargeldkönige der Eurozone
Draghi: Zeit noch nicht reif für Ende des billigen Geldes
Draghi: Zeit noch nicht reif für Ende des billigen Geldes
Cockpit will Tarifverhandlungen für deutsche Ryanair-Piloten
Cockpit will Tarifverhandlungen für deutsche Ryanair-Piloten

Kommentare