Quelle-Chef: Unternehmen hat "sanierungsfähigen Kern"

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Quelle-Chef Konrad Hilbers: “Wir sind der Überzeugung, dass Quelle es verdient hat.“

Berlin - Quelle-Chef Konrad Hilbers hat zur Rettung des Traditionsunternehmens erneut staatliche Hilfen gefordert. Quelle habe einen “sanierungsfähigen Kern“, sagte Hilbers am Montag im ZDF-Morgenmagazin.

Daher sei es richtig, den Konzern mit staatlicher Unterstützung zu retten. Schließlich hätte der Konzern “schon vor der Insolvenz in Berlin Hilfestellung angefragt“. Dort sei damals die Entscheidung gefallen, dass auch eine Insolvenz ein probates Mittel der wirtschaftlichen Entwicklung sei.

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Heute ist der Schicksalstag für Quelle

Über die Zukunft des Unternehmens berät heute Nachmittag erneut der Bürgschaftsausschuss der Bundesregierung. Es geht um einen sogenannten Massekredit in Höhe von 50 Millionen Euro, der zur Hälfte vom Bund getragen werden soll. 21 Millionen will Bayern zur Verfügung stellen, vier Millionen Euro sollen aus Sachsen kommen. Die geforderten 50 Millionen seien als Sicherheit notwendig, “damit wir unsere Hauptfinanzierungsprogramm wieder zum Laufen bringen“, sagte Hilbers. “Wir sind der Überzeugung, dass Quelle es verdient hat.“ Jetzt müsse die Diskussion um die Überlebensfähigkeit beendet sein, sagte der Quelle-Chef. “Wir sind hart am Arbeiten, um einen Überlebensplan in den nächsten Wochen zu liefern.“

Der Quelle-Katalog: Früher und heute

Quelle-Katalog: Früher und heute
Das Versandhaus Quelle wurde auch dank seiner Kataloge bekennt. Eine kleine Rückschau: Hier ein Quelle-Katalog von 1957. © Quelle
Quelle-Katalog: Früher und heute
Ein Katalog von 1981. © Quelle
Quelle-Katalog: Früher und heute
Trendig mit Pelz: 1966 © Quelle
Grelle Farben waren 1992 in. © 
Quelle-Katalog: Früher und heute
So sah der bunte Katalog 2002 aus. © Quelle
2004 war Claudia Schiffer auf dem Katalog. © 
Quelle-Katalog: Früher und heute
Der aktuelle Katalog. Er kann dank staatlicher Hilfe doch noch gedruckt werden. © Quelle

Die Eigner seien in der Insolvenz ausgeschaltet und würden nicht viel von Ihren Aktienwerten erhalten können, erklärte der Konzern-Chef angesichts von Forderungen, die Eigner des Unternehmens stärker zur Verantwortung zu ziehen. Der Insolvenzverwalter hätte vom Unternehmen aber einen Plan in Aussicht gestellt bekommen, der darlege wie “in Eigenverantwortung das Unternehmen weitergeführt“ werden könne. Gläubigern solle dann “eine maximale Quote geboten werden, um Schulden zurück zu zahlen“, sagte Hilgers.

ap

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