EU-Kommission ermittelt

Preisabsprachen? Razzia bei Biosprit-Firmen

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Mit Durchsuchungen bei Biokraftstoff-Firmen hat die EU-Kommission auf Hinweise zur möglichen Manipulation von Preisen reagiert.

Brüssel - Die EU-Kommission hat Biokraftstoff-Firmen in zwei EU-Staaten durchsuchen lassen. Sie vermutet bewusste Fehlinformationen und Absprachen bei Preisen.  

Wenn die Brüsseler Wettbewerbshüter bei Unternehmen vor der Tür stehen, haben sie meistens einen handfesten Verdacht. Mit Durchsuchungen bei Biokraftstoff-Firmen hat die EU-Kommission auf Hinweise zur möglichen Manipulation von Preisen reagiert. Am Dienstag haben die Brüsseler Wettbewerbshüter gemeinsam mit nationalen Aufsehern unangekündigte Inspektionen bei Unternehmen in zwei EU-Staaten durchgeführt, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Namen nannte die Behörde wie bei laufenden Ermittlungen üblich nicht.

Die EU-Kommission vermutet, dass Unternehmen falsche Preisinformationen an eine Preisagentur weitergegeben haben. Dabei hätten sie sich möglicherweise abgesprochen, erklärte die Brüsseler Behörde. Dies könne einen Verstoß gegen die EU-Wettbewerbsregeln darstellen.

Die Preise, die die Agentur auf Grundlage dieser Meldungen veröffentlicht, gelten als Bezugspunkte für den Handel mit Waren und Derivaten in Europa und weltweit. „Bereits geringe Verzerrungen können einen erheblichen Einfluss auf Preise haben, möglicherweise zum Schaden von Verbrauchern“, so die EU-Kommission.

Bereits im Mai 2013 hatten Brüssler Kartellwächter Razzien bei mehreren Ölunternehmen in zwei EU-Ländern und einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums (EU sowie Norwegen, Liechtenstein und Island) durchgeführt. Dabei ging es um den Verdacht auf Manipulation des Ölpreises.

dpa

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