"Eine Milliarde Euro einnehmen"

Prostitution: Staat will mehr Steuern

Berlin - Prostituierte in Deutschland werden aus Sicht des Bundesrechnungshofs nicht konsequent genug zur Steuerzahlung herangezogen.

Vor allem die Erfassung von „in Betrieben tätigen Prostituierten“ sei unbefriedigend, heißt es in einem Bericht für den Finanzausschuss des Bundestags, aus dem die „Wirtschaftswoche“ zitiert. Der Rechnungshof regt an, dass die Betreiber von Eros-Centern, Massagesalons, Saunaclubs oder Escort-Agenturen pro Arbeitstag und -kraft in ihren Etablissements einen Pauschalbetrag von 25 Euro ans Finanzamt abführen, als Vorauszahlung für die spätere Steuererklärung der Frauen.

Allein aus diesen Vorauszahlungen könnte der Staat demnach rund eine Milliarde Euro einnehmen. Laut „Wirtschaftswoche“ setzt die Branche geschätzt bis zu 15 Milliarden Euro im Jahr um.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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