60 Millionen Euro für die Staatskasse?

Frankreich plant "Red-Bull-Steuer"

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Die Energydrinks sollen Frankreichs Staatskasse aufbessern.

Paris - In Frankreich soll es künftig eine sogenannte Red-Bull-Steuer geben. Die Abgeordneten der Nationalversammlung stimmten am Donnerstag für einen Vorschlag, der die Einführung einer saftigen Abgabe auf Energy Drinks vorsieht.

Sie könnte eine 0,25-Liter-Dose um rund 25 Cent teurer machen und soll Schätzungen zufolge rund 60 Millionen Euro pro Jahr in die Staatskasse spülen.

Begründet wird das Steuerprojekt mit Gesundheitsrisiken, die von diesen Getränken ausgehen könnten. In Studien wird davor gewarnt, der hohe Koffeingehalt könne zu Nervosität, Erregbarkeit und Schlaflosigkeit führen. Die französische Gesundheitsbehörde Anses empfahl jüngst in einem Gutachten, dass vor allem Kinder und Jugendliche auf den Konsum von Energy-Drinks verzichten sollten. Auch vor Risiken durch den gleichzeitigen Genuss von Alkohol wird gewarnt.

Ob die Steuer wirklich umgesetzt werden kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Nach dem Senat dürfte sich auch noch der Verfassungsrat mit dem Thema beschäftigen müssen. Er hatte schon im Vorjahr eine ähnliche Initiative nach Protesten der Getränkeindustrie gestoppt. Damals gab es aber noch nicht das Anses-Gutachten.

dpa

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