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Rente: Mit diesen Tipps können Ruheständler bei der Steuer bares Geld sparen

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Von: Patricia Huber

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uf verschiedenen Formularen des Finanzamtes liegt ein Kugelschreiber.
Immer mehr Rentner müssen eine Einkommenssteuererklärung abgeben. © Sascha Steinach/Imago Images

Immer mehr Rentner müssen eine Steuererklärung abgeben. Wer ein paar einfache Tipps beherzigt, kann dabei viel Geld sparen.

München - Auch Rentner* müssen sich um ihre Steuer kümmern. Denn wessen zu versteuernde Einnahmen den jährlichen Grundfreibetrag übersteigen, der muss eine Einkommenssteuererklärung abgeben*. Im Jahr 2021 lag der Grundfreibetrag für Ledige bei 9744 Euro. Bei Verheirateten verdoppelt sich der Betrag auf 19.968 Euro. Der Stichtag für die Abgabe der Erklärung aus dem Jahr 2021 ist der 31. Juli 2022. Doch es gibt einiges zu beachten.

Rente: Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung deutlich gestiegen

Die Betriebswirtin und Bilanzbuchhalterin Gabriele Waldau-Cheema hat im Interview mit der Verbraucherzentrale einige Tipps gegeben, was Rentner bei ihrer Steuererklärung beachten sollten, um zu sparen. Zum einen gibt es hier die Neuerung bei den Pauschbeträgen für Menschen mit Behinderung. Diese wurden 2021 deutlich angehoben und können abhängig vom Grad der Behinderung bei 384 bis 7.400 Euro liegen. Außerdem wird bereits ab dem Grad der Behinderung von 20 ein Freibetrag gewährt.

Zudem können Krankheitskosten wie etwa Rechnungen vom Heilpraktiker, Massagen, Krankengymnastik, Zahnkronen oder Kosten für die neue Brille als außergewöhnliche Belastung angegeben werden. Und auch Ausgaben für Haushaltshilfen oder Handwerker können steuerlich geltend gemacht werden.

Rente: Engagement im Corona-Impfzentrum kann steuerlich geltend gemacht werden

Zudem wurde im Jahr 2021 ein Urteil gefällt, welches für steuerpflichtige Rentner von Bedeutung sein könnte. Denn im Juni hat das Finanzgericht Baden-Württemberg entschieden, dass sogenannte Hausnotrufsysteme als haushaltsnahe Dienstleistungen anerkannt werden. Somit können diese auch von der Steuer abgesetzt werden.

Wer sich trotz Ruhestand während der Corona-Pandemie* in einem Impf- oder Testzentrum ehrenamtlich engagiert hat, kann auch noch etwas Geld in der Steuererklärung geltend machen. Dann erhält man nämlich die Ehrenamtspauschale in Höhe von 840 Euro. Wer im Impfzentrum Aufklärungsgespräche geführt hat, oder selbst geimpft hat, kann sogar die Übungsleiterpauschale in Höhe von 3.000 Euro in Anspruch nehmen. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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