Test der Zeitschrift Finanztest.

Riester-Rente: Nur jede fünfte ist gut

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Um der drohenden Altersarmut zu entgehen, sorgen viele Bundesbürger für einen angenehmen Lebensabend vor.

München - Wer vorsorgt, kann sich im Alter Urlaubleisten. Eine Möglichkeit ist die Riester-Rente: Aber Vorsicht! Es gibt Riesenunterschiede. Hier finden Sie die Testergebnisse der Zeitschrift Finanztest.

Um der drohenden Altersarmut zu entgehen, sorgen viele Bundesbürger für einen angenehmen Lebensabend vor. Eine Möglichkeit ist die sogenannte Riester-Rentenversicherung. Doch Vorsicht! Wer sich dazu entschließt, sollte die Angebote der Versicherungen genau prüfen: Es gibt nämlich Riesenunterschiede! Das hat jetzt die Stiftung Warentest in einer Untersuchung für die Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest herausgefunden.

Bei dem aktuellen Test hat die Stiftung Warentest nur fünf von 29 Angebotenmit„gut“bewertet. Die garantierte Mindestrente fällt bei günstigen Angeboten knapp 17 Prozent besser aus als bei ungünstigen.

Die Testergebnisse

So beträgt der Unterschied zwischen der höchstenundniedrigsten Garantierente für einen 37-jährigen Modellkunden über einen Zeitraum von 15 Jahren insgesamt 4140 Euro. Und aufdiegarantierteRente kommt es an, um die Altersvorsorge realistisch planen zu können. Denn die zusätzliche Überschussbeteiligung ist abhängig von der Entwicklung. Ergebnis: Es waren nur die Tarife der Huk24, Alte Leipziger, Debeka, Hannoversche und Hanse Merkur „gut“, kein einziger Anbieter war „sehr gut“.

Bei der Musterrente der Stiftung Warentest garantierten vier von fünf „guten“ Versicherern den Kunden eine Monatsrente zwischen 151 und 161 Euro. Schlusslichter der Erhebung (mit Noten zwischen 4,0 und 4,8 Prozent) waren die Axa, die LVM,dieBarmeniaund die Generali-Versicherung. LVM und Barmenia weisen eine Monatsrente von 138 und 141 Euro aus. Bei gleichem Beitrag liegt der monatliche Rentenunterschied (garantierte Rente ohne Überschüsse) zwischen der schlechtesten und der besten Versicherung bei 23 Euro.

Was die Berliner Experten noch festgestellt haben: Versicherer, die hohe Abschluss- und Verwaltungskosten verlangen, können ihren Kunden bei Vertragsabschluss keine ordentliche Mindestrente zusagen. Je höher die Rentenzusage ausfällt, umso geringer sind die Kosten.

So kassiert die Barmenia als einer der teuersten Anbieter 16,5 Prozent vom Kundenbeitrag und 7,5 Prozent von den staatlichen Zulagen als Versicherungsprovision

Die Stiftung Warentest rät:

■ Vergleichen Sie die Angebote verschiedener Versicherer in aller Ruhe zu Hause.

■ Lassen Sie sich Abschluss- und Verwaltungskosten nennen.

■FragenSienachKosten füreinevorzeitigeKündigung bzw. Beitragsfreistellung (Sabbatjahr etc.).

KHD

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