Konjunktur im Aufschwung

RWI: Niedrige Ölpreise beflügeln Wachstumsprognose

Essen - Die deutlich gesunkenen Ölpreise und die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beflügeln die deutsche Konjunktur.

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hob am Mittwoch seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,5 auf 2,1 Prozent an. Für 2016 erwarten die Konjunkturforscher einen weiteren Zuwachs um 1,9 Prozent. Dank dieser Entwicklung soll die Arbeitslosenquote weiter sinken: Von 6,7 Prozent 2014 auf 6,2 Prozent im kommenden Jahr.

Die Konjunktur in Deutschland habe sich zum Jahresende 2014 unerwartet kräftig belebt, betonten die Forscher. Getragen werde der Aufschwung vor allem vom privaten Konsum, der von den ungewöhnlich deutlich gestiegenen Realeinkommen der privaten Haushalte profitiere. Die niedrigen Mineralölpreise bescherten den Verbrauchern hier einen zusätzlichen Kaufkraftgewinn.

Außerdem werde das Wachstum durch die expansive Geldpolitik der EZB angekurbelt. Diese wirke gleich doppelt wachstumsfördernd: durch die günstigen Finanzierungsbedingungen und durch die Abwertung des Euro, der die deutsche Wirtschaft weltweit wettbewerbsfähiger macht.

Auch die öffentliche Hand dürfte nach Einschätzung des RWI von der guten Konjunktur profitieren. Die Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass die öffentlichen Haushalte 2015 und 2016 Überschüsse erzielen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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