Ryanair mit Aer-Lingus-Übernahme gescheitert

Luxemburg - Die Billigfluglinie Ryanair ist mit der geplanten Übernahme der irischen Aer Lingus nun endgültig vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitert.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) lehnte am Dienstag die Klage von Ryanair gegen das von der Kommission verhängte Übernahmeverbot ab. Das EU-Gericht folgte der Argumentation aus Brüssel, eine Fusion von Ryanair und Aer Lingus würde zur Monopolbildung im Luftfahrtgeschäft für Flüge von und nach Irland führen.

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

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Im Zuge seiner 2007 gestarteten Übernahmepläne hat Ryanair bislang etwa 30 Prozent an der einst staatlichen Aer Lingus übernommen. Aer Lingus verlangte von der Kommission, Ryanair zur Rückgabe der Anteile zu zwingen. Auch dies wies der EuGH zurück. Durch ihre 30-Prozent-Beteiligung verschaffe sich Ryanair keine Kontrolle über die Gesellschaft, deswegen bestehe auch nach dem endgültigen Übernahmeverbot kein Grund für einen erzwungenen Ausstieg, urteilten die Richter in Luxemburg. Der Einstieg bei der Gesellschaft mit dem Kleeblatt kommt Ryanair teuer zu stehen. Weil der Aktienkurs von Aer Lingus seit der Privatisierung von 2006 um 70 Prozent gefallen ist, musste Ryanair schon mehrfach Millionenbeträge abschreiben.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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